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Erweiterung der heilpädagogischen Einrichtung

Inklusion in der Villa Kunterbunt

Lemgo. Gestern eine rein heilpädagogische Einrichtung, heute auf dem Weg hin zu einer modernen inklusiven Kindertagesstätte: Vor 40 Jahren hat der Kreis Lippe den damals noch vom Diakonischen Werk der lippischen Landeskirche in Lemgo betriebenen „Sonderkindergarten“ übernommen.

veröffentlicht am 03.05.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 06:41 Uhr

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„Das pädagogische Konzept der Einrichtung steht heute unter dem Motto: Eine Kita für alle und spiegelt sich auch im Namen Villa Kunterbunt wider“, erläutert Klaus Kuhlmann, Leiter des Eigenbetriebs Schulen des Kreises Lippe und Verantwortlicher für die Einrichtung. So werden heute in zwei Integrationsgruppen Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam betreut. Hinzu kommen zwei heilpädagogische Gruppen. Zum Team der „Villa Kunterbunt“ gehören neben den Erzieherinnen und Heilerzieherinnen auch eine Logopädin sowie eine Motopädin. Außerdem gibt es Kooperationen mit externen Therapeuten, die mit den Kindern in der Einrichtung arbeiten. „Am Beispiel der Villa Kunterbunt können wir sehen, dass Inklusion gelingen kann. Zu verdanken ist dies dem pädagogischen Fachpersonal, das sich durch Weiterbildung für die bestmögliche Förderung der Kinder engagiert“, freut sich Landrat Friedel Heuwinkel.

Für das Kindergartenjahr 2015/2016 ist die Einrichtung einer reinen U3-Gruppe, bestehend aus Kindern mit und ohne Handicap, geplant. Voraussetzung hierfür ist, dass der Anbau mit Baukosten von etwa 90 000 Euro auch gefördert wird. Sechs U3-Plätze stehen heute schon zur Verfügung. „Außerdem streben wir die Zertifizierung als Literaturkita an, da heute die Betrachtung von Bilderbüchern oft viel zu kurz kommt“, erklärt Kirsten Fricke, Leiterin der „Villa Kunterbunt“. Bereits erfolgreich abgeschlossen hat die Einrichtung die Zertifizierung als Bewegungskindergarten.

Dank der Kooperation und der räumlichen Nähe zur Astrid-Lindgren-Schule, beide Einrichtungen liegen auf demselben Grundstück, können die Kinder der „Villa Kunterbunt“ zum Beispiel das dortige Lehrschwimmbad, einen Snoezelraum, ein AirTramp und den naturnah gestalteten Außenbereich mitnutzen.

Allein in den 40 Jahren der Trägerschaft des Kreises Lippe hat sich die Einrichtung vom reinen Sonderkindergarten in Lemgo mit dem Umzug nach Leese und der Erweiterung um die Regelgruppe im Jahr 1988 über eine additive Einrichtung bis hin zur inklusiven Einrichtung durch Schaffung der Integrationsgruppen zum Kindergartenjahr 2011/2012 und zahlreicher gemeinsamer Projekte und Aktionen weiterentwickelt.

„Die Entwicklung in den vergangenen Jahren lässt einen positiven Weg erkennen, der uns zu Recht sagen lassen kann: Wir befinden uns auf den Weg zu einer inklusiven Kindertageseinrichtung“, fasst Kirsten Fricke zusammen.

Landrat Friedel Heuwinkel (re.) übergibt zum 40-jährigen Bestehen Geschenke an Marvin, Zoe, Luisa, Jonas (vorn v. li.) sowie den anderen Kindern der „Villa Kunterbunt“. Die Betreuerinnen Britta Engelhard, Martina Konrad, Michaela Jürgensmeier, Melanie Sohns (Förderverein), Thomas Portong (Stadt Lemgo), Kirsten Fricke (Leiterin) und Klaus Kuhlmann (Kreis Lippe).



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