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Sanierung des Humboldt-Gymnasiums soll erst im August beginnen und im Sommer 2012 fertig sein

Indiskretion wirft Zeitplan über den Haufen

Bad Pyrmont (uk). Eine Indiskretion gegenüber einem Handwerker hat dafür gesorgt, dass der Zeitplan für die energetische Sanierung des Humboldt-Gymnasiums erneut über den Haufen geworfen werden muss. Die Planer der Arbeitsgemeinschaft „Lechner³ / Storch, Ehlers Partner“ gehen jetzt davon aus, dass die Arbeiten statt zu den Osterferien erst im August beginnen und statt Ende dieses Jahres bis zu den Sommerferien 2012 beendet sein werden.

veröffentlicht am 03.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 23:21 Uhr

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Laut Walter Ehlers vom Büro „Storch, Ehlers Partner“ sind möglicherweise Informationen über die Ausschreibung an ein fremdes Unternehmen gelangt. Das könnte dazu führen, dass die Chancen der bietenden Firmen nicht mehr eingehalten werden können. Eine andere Ausschreibungsvariante soll nun dafür sorgen, das Verfahren rechtssicher zu machen. Doch damit verbunden ist auch die Verzögerung des Sanierungsbeginns. „Wir werden alles tun, um die Vergaberichtlinien einzuhalten“, versicherte Ehlers. Eines werde aber nicht mehr möglich sein: Das Verfahren werde nicht mehr wie bisher auf Bad Pyrmonter Firmen beschränkt werden können.

Laut Bürgermeisterin Elke Christina Roeder hatte die Stadt im Dezember erfahren, dass sich eine Firma an der Ausschreibung beteiligen wollte, obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ein Leistungsverzeichnis der zu erledigenden Arbeiten gab. Ihr sei nicht bekannt, wer diese Information weitergeleitet habe, so Roeder. „Die Stadtverwaltung war es nicht, da müssen Sie die Architekten fragen“, sagte sie gegenüber den Pyrmonter Nachrichten. Die schwiegen sich in der Sitzung zu dieser Frage aus.

In den Reihen der CDU wurde die neue Entwicklung scharf kritisiert. Fraktionschef Udo Nacke sprach von einem „Desaster“. „Hätten wir das Planungsbüro, wie damals von uns gefordert, gewechselt, dann wären wir jetzt nicht in dieser Situation. Vertrauen in diese Planer haben wir jedenfalls nicht mehr.“

Die Christdemokraten zweifeln schon länger am Zeitplan und am Kostenrahmen für die Sanierung. Durch die Verzögerung befürchten sie erst recht, dass die veranschlagten 2,5 Millionen Euro nicht mehr einzuhalten sein werden. „Wir werden noch Horrorzahlen hören“, meinte Ausschussmitglied Michael Rausch (CDU). „Der Baubeginn ist zuletzt innerhalb von zwei Wochen zweimal verschoben worden, warum sollen wir jetzt davon ausgehen, dass er eingehalten wird?“ fragte Nacke und sprach von einem „schlimmen Zeitplan“.

Hans-Herbert Webel, Sprecher der SPD im Bauausschuss, wies das zurück. „Qualität geht vor Schnelligkeit“, betonte er. Das sei wichtiger als die Einhaltung des ursprünglich vorgesehenen Zeitplanes. „Am wichtigsten aber ist es mir, dass dabei auf die schulischen Belange Rücksicht genommen wird.“

„Dieser Terminplan ist definitiv der letzte, der auf den Tisch kommt“, betonte Roeder gegenüber den Pyrmonter Nachrichten. Er sei mit der Schulleitung abgesprochen worden, die keine Probleme für den Schulbetrieb sehe und besonderen Wert darauf gelegt habe, dass vor und während der Abiturprüfungen keine Arbeiten erledigt werden. Die Architekten hätten zudem versichert, dass keine Mehrkosten entstünden.

„Der Plan enthält größere Zeitpuffer, um auf Verzögerungen besser reagieren zu können“, erklärte der Planer Patrick Lechner. „Es ist besser, ihn lieber etwas auseinanderzuziehen, als ihn zu eng zu machen“, ergänzte die Bürgermeisterin. „Jetzt haben wir auch keine Winterbaustelle, in der die Arbeiten möglicherweise zwei Monate ruhen müssten.“ Im April sollen die Planer die Ausführungsplanung vorlegen. „Dann werden wir auch über 80 Prozent der Kosten benennen, bevor auch nur ein Auftrag vergeben wird“, so die Bürgermeisterin.



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