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In Pyrmonts guter Stube ist so manche Ecke leer

Von Karl-Heinz Recklebe

Bad Pyrmont. Wer sich von der Südstraße dem Kurzentrum Brunnenplatz nähert, blickt in auffällig viele leere Fensterhöhlen. Sieben Ladenlokale beziehungsweise ganze Gebäude stehen leer in Hauptallee und Kirchstraße. Und auch in der Wandelhalle klaffen Lücken:  Vier von zwölf Geschäften sind ungenutzt.

veröffentlicht am 10.05.2009 um 14:31 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 07:21 Uhr

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Demnächst wird wohl ein weiterer Leerstand an exponierter Stelle hinzukommen. „Seit eineinhalb Jahren bemühen wir uns vergeblich um einen Nachnutzer unseres Geschäftshauses“, sagen Lore und Lothar Kewitz, die ihr Bekleidungsgeschäft in der Hauptallee Ende des Monats schließen werden. Das Alter spielt bei dieser Entscheidung eine Rolle, aber es sind auch wirtschaftliche Gründe. „In den letzten Jahren sind Gästegüte und Gästefrequenz deutlich zurückgegangen“, stellt Lothar Kewitz fest. Das Hotel „Kaiserhof“ gegenüber seinem Geschäft sei seit Jahrzehnten tot. Die Schließung des Spielkasinos und zwei seit zehn Jahren leerstehende Hotels am Altenauplatz macht er als weitere Gründe aus. Wenn das Steigenberger versuche, seine Belegung mit Billigangeboten bei Tchibo zu steigern, vergraule es zudem Stammgäste. Und es sei nicht gelungen, jüngeres kaufkräftiges Publikum nach Pyrmont zu bringen. „Von der Laufkundschaft am Wochenende können wir nicht leben“, sagt Kewitz.

 

Jürgen Neelmeier, Hausverwalter und Makler in der Brunnenstraße, vertritt die Auffassung, dass ein neuer Vertrag meistens nicht an der Miethöhe scheitere. In den 1A-Lagen schwankten die Mieten je nach Ausstattung und Größe des Ladens zwischen 15 und 50 Euro. Im unteren Teil der Hauptallee liege man sogar 25 bis 30 Prozent darunter. Die Vermieter zeigten sich flexibel bei der Gestaltung der Verträge. „Mietzugeständnisse in der Anfangsphase einer Neueröffnung oder Kombi-Mieten aus Grund- und Umsatzmiete sind ohne weiteres drin“, so Neelmeier. Er räumt aber ein, dass der Zustand mancher Immobilie nicht gerade ermutige und es einen Nachholbedarf bei Instandsetzung und Renovierung gebe. Er würde sich inhabergeführte Geschäfte und einen gesunder Mix aus Gastronomie und Handel wünschen.



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