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BPT-Chef Stahlhut hält an Wort-Bild-Marke fest und gewinnt David Odonkor als Model für neues Verzeichnis

In der „AktivOase unter Palmen“

BAD PYRMONT. BPT-Chef Karsten Stahlhut hält an der Wort-Bild-Marke auch auf dem Gastgeberverzeichnis 2018 fest. Dort befindet sich eine Palme als Logo nebst dem Slogan „AktivOase unter Palmen“. Zwar gibt es immer wieder Rufe nach dem alten Ankerkreuz, doch das hat für Stahlhut zu wenig Vermittlungspotenzial. Für Strahlkraft soll auch der neu gewonnene prominente Werbepartner David Odonkor sorgen.

veröffentlicht am 22.12.2017 um 19:35 Uhr

Karsten Stahlhut und seine Mitarbeiterin Regine Köpnick, die am neuen Gastgeberverzeichnis maßgeblich mitgewirkt hat. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Sie steht auf dem Titelblatt oben links und findet sich dann immer wieder im druckfrisch vorliegenden Gastgeberverzeichnis 2018 der Bad Pyrmont Tourismus GmbH: die Pyrmonter Palme, versehen mit dem Zusatz „AktivOase unter Palmen“. Dass sie nicht jeder in Bad Pyrmont mag, der vom und mit dem Tourismus lebt, weiß BPT-Chef Karsten Stahlhut sehr wohl. Dass er doch, bitte schön, das traditionelle Pyrmonter Ankerkreuz mit der Krone wieder mehr in den Mittelpunkt rücken solle, hat er offenbar mehr als einmal gehört. Doch er hält an dieser „Wort-Bild-Marke“, wie er sie nennt, seit 2013 fest und nimmt für sich in Anspruch, sie nach und nach mit Leben zu füllen.

„Mit dem Ankerkreuz kann jemand außerhalb von Bad Pyrmont meistens gar nichts anfangen“, lautet seine Erfahrung. Dabei beruft er sich auf Messen, Tagungen und andere Gelegenheiten, bei denen es um die Vermarktung von Bad Pyrmont ging. „Als meine Mitarbeiterinnen bei Messen noch als Abzeichen das Kreuz auf dem Ärmel trugen, kamen Besucher auf sie zu und dachten, sie seien für die Erste Hilfe zuständig.“

Verschwunden ist das Ankerkreuz aus dem Gastgeberverzeichnis aber freilich nicht. Das Staatsbad nutzt es mit dem nagelneu entworfenen Slogan „Gesundheit und Lebensfreude“, Stahlhut mit dem Zusatz „Plus“ für sein neues Gesundheitsprogramm „Gesund& Glücklich“, das die „Pyrmont Plus Betriebe“ angebieten. Als prominenten Werbepartner konnte er übrigens David Odonkor gewinnen, Nationalspieler bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und aktuell Trainer der Spielvereinigung Bad Pyrmont. Der Sportler fühlt sich „gesund und glücklich in der AktivOase unter Palmen“, wie man dem Gastgeberverzeichnis entnehmen kann, für das er gemeinsam mit Therapeuten des Staatsbades vor der Kamera posiert hat.

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Doch die Zukunft der Palme könnte ungewiss sein, auch wenn Stahlhut sie verteidigt. Zurzeit arbeite das Staatsbad an einem Komplett-Relaunch seines Auftritts. Ein Beispiel ist das kürzlich erschienene Veranstaltungsprogramm für das kommende Jahr. Wenn der neue Auftritt komplett fertig ist, werde sich auch die BPT daran orientieren, betont er, schränkt aber ein: „Nicht 1:1.“

Die Palme ist Teil eines integrierten Konzept, an dessen Vollendung Stahlhut von Anfang an arbeitet und dessen dritte Stufe nun „Gesund & Glücklich“ ist. „Bei meinem Vorstellungsgespräch vor sieben Jahren habe ich gesagt, dass ich mir gut vorstellen kann, Bad Pyrmont als Gesundheitsresort, also als Club, zu entwickeln. Daraufhin bin ich eingestellt worden“, antwortet er auf die Frage, ob er sich zu wenig um die Kurgäste Bad Pyrmonts kümmere. Auch dieser Vorwurf ist nicht neu für ihn. „Ich habe viel Überzeugungsarbeit leisten und dicke Bretter bohren müssen, um dahin zu kommen“, hält er im Gespräch fest und reklamiert für sich und sein Team Erfolge. „Die Zahl der Gästeankünfte ist gestiegen und die Imagewerte Bad Pyrmonts sind deutlich besser geworden.“

Was jedoch überhaupt nicht zu dem ganz guten Produkt Bad Pyrmont passe, seinen die Ladenleerstände im Zentrum. „Das wird nach wie vor von Gästen bemängelt. Da muss sich unbedingt etwas tun, wie auch immer.“

Dabei sei das Produkt Bad Pyrmont an sich sehr gut. Nur fehle es an einer neuen touristischen Attraktion. Seit der Expo in Hannover im Jahr 2000 habe sich in dieser Hinsicht nichts mehr getan. Der Harz als touristische Destination habe es vorgemacht. Vor Jahren noch im Niedergang, werde die Mittelgebirgsregion seit einiger Zeit immer beliebter. „Die haben in ihre Infrastruktur investiert und damit bewiesen, dass sie an sich glauben. Und damit kann man auch Investoren überzeugen.“ Einen Baumwipfelpfad wie im Harz könnte sich Karsten Stahlhut im Übrigen auch gut für Bad Pyrmont vorstellen. „Genug Wald haben wir ja.“

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