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In Bad Pyrmont fehlen Kita-Plätze

BAD PYRMONT. Der Stadt Bad Pyrmont fehlen für das kommende Kindergartenjahr 30 Plätze für Kinder ab drei Jahren. Das ist das Ergebnis der Bedarfsplanung durch den Landkreis Hameln-Pyrmont, die außerdem zu dem Ergebnis kommt, das der zusätzliche Bedarf an Regelplätzen bis zum Jahr 2020 sogar auf 50 steigt.

veröffentlicht am 13.03.2018 um 13:27 Uhr
aktualisiert am 14.03.2018 um 14:24 Uhr

Eltern haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Symbolfoto: dpa
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Auf der anderen Seite gibt es in Bad Pyrmonter Kitas bis zu maximal 10 Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren zu viel.

Grundlage für die Berechnung durch den Landkreis ist laut Tobias Honka, zuständiger Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung Bad Pyrmont, die Annahme, dass es eine konstante Geburtenzahl von 130 Kindern pro Jahr geht. „Wir gehen dagegen davon aus, dass diese Zahl auf 125 abfällt“, berichtete er jetzt dem Ausschuss für Schulen, Jugend und Kultur. Die im Kindertagesstättenbedarfsplan des Landkreises ermittelte Anzahl an Betreuungsplätzen ist Grundlage für die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz.

„Da in Bad Pyrmont insgesamt sieben altersübergreifende Gruppen angeboten werden, in der Krippenkinder und Regelkinder gemeinsam betreut werden, können die zehn rechnerisch zu viel vorgehaltenen Krippenplätze auch mit Kindern belegt werden, die älter als drei Jahre sind“, so Honka. Durch die Umwandlung dieser altersübergreifenden Gruppen in Regelgruppen könnten kurzfristig jeweils vier zusätzliche Regelplätze geschaffen werden, während zwei Krippenplätze verloren gingen. Dieses Vorgehen käme insbesondere bei den Kindertagesstätten Reesenhof und Holzhausen in Betracht, da beide Einrichtungen Krippengruppen hätten. Doch dabei gibt es einen Haken, der von den Leitungen der Kindertagesstätten kritisch gesehen wird. „Diese Umwandlung hätte zur Folge, dass Krippenkinder in diesen Einrichtungen nur noch Ganztagsplätze buchen könnten“, machte Honka deutlich. Da die Plätze für das kommende Kindergartenjahr bereits vergeben worden seien, käme eine Umwandlung erst zum übernächsten Kindergartenjahr in Betracht. „Alternativ könnte eine weitere Nachmittagsgruppe eingerichtet werden, was mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre“, so der Fachbereichsleiter.

So richtig klar ist noch nicht, welche Auswirkungen die Einführung des komplett beitragsfreien Kindergartens ab dem 3. Lebensjahr in Niedersachsen haben wird. Einen Anstieg der Nachfrage wie in vielen niedersächsischen Kommunen kann Honka bislang noch nicht feststellen. Er geht aber davon aus, dass künftig mehr Eltern davon Gebrauch machen, ihre Kinder in einem Kindergarten betreuen zu lassen. Allerdings sei die Inanspruchnahme mit 95 Prozent ohnehin schon sehr hoch.

Im Oktober vergangenen Jahres gab es durch die Eröffnung des neuen Pestalozzi-Kindergartens in Holzhausen noch einen Überhang von 16 Regelplätzen. Dieser Puffer ist mittlerweile aufgebraucht. „Alle 65 Plätze sind für das nächste Jahr vergeben“, so Honka auf Nachfrage.

Die Ausschussvorsitzende Sieglinde Patzig-Bunzel (SPD) nannte die Zahlen im Regelbereich erschreckend, auch wenn die Prognose in vielen Bereichen noch unsicher sei. Maßnahmen will die Stadt Anfang April mit den Leitungen und den Trägern der Kindertagesstätten erörtern.

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