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Für Pyrmonts Brandschützer soll ein Fahrzeugkonzept erstellt werden

In 8 Minuten jeden Einsatzort erreichen

BAD PYRMONT. Wie wichtig eine funktionsfähige und hoch motivierte Feuerwehr zum Schutz der Bevölkerung ist, steht außer Frage – auch für die Mitglieder des Fachausschusses für Feuerschutz, Sicherheit und Verkehr. Die hatten sich jetzt mit dem von der Verwaltung vorgestellten Feuerwehrbedarfsplan auseinanderzusetzen, der eine Reihe von Maßnahmen auflistet.

veröffentlicht am 06.06.2017 um 13:59 Uhr
aktualisiert am 06.06.2017 um 18:00 Uhr

Durch einen Blitzeinschlag entzündete sich vor einigen Tagen der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses. Insgesamt waren über 100 Einsatzkräfte vor Ort. Derzeit wird darüber nachgedacht, ob für die Ortswehren Bad Pyrmont und Holzhausen ein gemeinsamer St
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Klaus Titze Reporter
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Der letzte größere Brandeinsatz, bei dem die Feuerwehr ihre Schlagkraft unter Beweis stellen konnte, liegt gerade mal einige zurück. Es handelte sich um einen Einsatz in der Innenstadt, als durch einen Blitzeinschlag ein in Feuer geratener Dachstuhl gelöscht werden musste. Dafür waren rund 100 Brandschützer vor Ort.

„Wir haben inzwischen 19 Kameradinnen und Kameraden mit einem Grundlehrgang beschulen können. Sie sind nun aktiv in unserer Feuerwehr tätig“, berichtete Patrick Biermann als stellvertretender Stadtbrandmeister den Ausschussmitgliedern. Diese Wehr hatte bereits im diesjährigen Zeitraum 77 Einsatzanforderungen. „Das bedeutet, dass unsere Wehr fast alle 48 Stunden ausrückt“, machte er deutlich. Hinzu kämen Brandschutzwachen bei Veranstaltungen sowie Teilnahmen an Anlässen, die von der Gesellschaft oder kommunalen Gemeinschaft erwartet würden. Oft seien auch extreme Einsatzsituationen sehr belastend, die dann auch psychisch verkraftet werden müssen, wenn – wie beispielsweise in Holzhausen – bei einem Wohnungsbrand es trotz aller Bemühungen nicht gelungen sei, der Bewohnerin das Leben zu retten.

Um eben auch erfolgreich retten zu können, so Sabine Jösten als zuständige Fachbereichsleiterin, sei in den Beschlussvorschlag der Verwaltung auch ein sogenanntes Schutzziel eingearbeitet worden. Hierzu gehöre eine personelle, materielle und organisatorische Konzeption der Feuerwehr Bad Pyrmont, um im gesamten bebauten Gemeindegebiet innerhalb von acht Minuten nach Alarmierung mit einer taktischen Einheit von neun Feuerwehrangehörigen jede Einsatzstelle erreichen zu können. Innerhalb von 13 Minuten ab Alarmierung soll eine weitere mit technischer Ausstattung ausgerüstete Einheit den Einsatzort erreicht haben. Dieses Ziel soll in 85 Prozent aller Einsätze erfüllt werden.

Das bedeutet, dass unsere Wehr fast alle 48 Stunden ausrückt.

Patrick Biermann, stellvertretender Stadtbrandmeister

Das sei ein hoher Anspruch, war seitens der Mitglieder zu hören und nur zu erreichen, wenn die in der Vorlage genannten Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt werden, so Udo Nacke (CDU). Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört die Erstellung eines Fahrzeugkonzeptes ebenso wie die Prüfung des Standortes eines gemeinsamen Feuerwehrhauses der Ortswehren Bad Pyrmont und Holzhausen. Hierzu steuerte Biermann bei, dass sich aktuell zwei Arbeitsgruppen beider Wehren mit diesen Fragen beschäftigen.

Und Uwe Schrader (SPD) forderte, die Standortfrage müsse möglichst schnell vom Tisch sein, zumal bereits schon viel Zeit und Berechnung hier investiert worden sei. Je mehr und schneller Vorgaben aus dem Feuerwehrbedarfsplan umgesetzt werden, desto motivierter sei die aktive Wehr. „Dabei ist ein gemeinsames Feuerwehrhaus sicherlich ein großer Motivationsschub“, unterstützte Biermann Schraders Forderung. Vorgesehen ist ebenfalls die Ausstattung der Feuerwehrhäuser mit Abgas-Absauganlagen. In diesem Zusammenhang wollte Oliver Steinwedel (FDP) wissen, ob denn beide bestehenden Gerätehäuser trotz Neubauplanung noch ausgestattet werden sollen. Seine Befürchtung konnte Jösten mit der Bemerkung zerstreuen, dass beide vorgesehenen Anlagen demontier- und wiederverwendbar seien. Der Fachausschuss gab grünes Licht für die Beschlussvorlage.

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