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Bürgerversammlung: Ortsvorsteher siegt Großenberg durch Stadtverwaltung abgehängt

Immerhin: die K 53 soll 2014 saniert werden

Bad Pyrmont (ar). Viel Raum nahm das Thema Straßensanierung bei einer Bürgerversammlung am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus Großenberg ein, zu der Ortsvorsteher Dirk Wöltje (CDU) eingeladen hatte. Vor vollem Haus berichtete er nicht nur über Umfang und Dauer der Sanierung, sondern nutzte das Forum auch zu deutlicher Kritik an Bürgermeisterin Elke Christina Roeder (SPD) und Teilen der Verwaltung.

veröffentlicht am 09.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 23:41 Uhr

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Konkret umgesetzt werden kann nun der Ausbau der Kreisstraße K53 zwischen Großenberg und Kleinenberg. Nachdem er für dieses Vorhaben bei der Bürgermeisterin vorstellig geworden sei, habe diese zugesagt, mit der Bauverwaltung des Kreises zu sprechen, berichtete Wöltje. Dies sei jedoch über lange Zeit nicht geschehen. Erst auf seine Intervention hin und nach direkter Kontaktaufnahme mit dem Straßenbauamt sei von dort eine positive Nachricht nach Großenberg gekommen. Nun sollen die etwa 700 Meter Straße im Jahr 2014 in einer Bauzeit von zwei Monaten für 220 000 Euro saniert werden.

Dagegen bleibt der Gemeindeverbindungsweg von Großenberg nach Lügde Wöltjes Sorgenkind. „Dort sind gravierende Schäden,“ berichtete der Ortsvorsteher. „Die Oberfläche ist marode, die Seitenstreifen müssen aufgefüllt werden, und selbst für 70 Stundenkilometer besteht noch zu große Gefahr.“ Ebenso kritisierte er das in seinen Augen mangelnde Engagement der Verwaltung für die grundsätzliche Straßensanierung aufgrund der Winterschäden. „Die Kernstadt, Löwensen und Hagen wurden berücksichtigt, andere Ortsteile nicht. Dem Wunsch aller Ortsvorsteher der Bergdörfer nach einer Aufstellung des Sanierungsbedarfs und, daraus folgend, einer Prioritätenliste sei bisher nicht entsprochen worden. In vier Ratssitzungen, so Wöltje, habe er bei Roeder um eine Bereisung der Ortsteile zur Schadensfeststellung und die Entsendung eines Bauamt-Vertreters zur Bürgerversammlung gebeten. Doch bisher habe er noch nicht einmal einen Termin für die Bereisung. „Ich bin höchst sauer über diese Haltung ‚erst die Kernstadt‘,“ sagte er.

Hart kritisierte er das neue Konzept der Grünflächenpflege, die nach Wegfall des Einsatzes von AIBP-Hilfskräften nun von den Dörfern selbst umgesetzt werden müsse. So soll nach einem Punktesystem der Bauhof für Arbeiten angefordert werden können, doch nach einer Auftragserteilung im Februar „kündigte man die Durchführung erst für Mai, dann Pfingsten, dann drei Wochen später an. Und bis heute hat sich nichts getan,“ monierte Wöltje. „Das ist dickfellig und erzeugt Frust. So kann’s nicht weitergehen.“

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  • Dirk Wöltje

Er verwies auf die Übereinstimmung in allen Punkten mit den anderen CDU-Ortsvorstehern der Bergdörfer und zitierte aus einem offenen Brief des Pyrmonter CDU-Ratsfraktionschefs Udo Nacke.

Die teilweise emotionale Reaktion der Bürgerversammlung veranlasste jedoch niemanden, eine andere parteiliche Position zu vertreten.

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