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Die aktuellen Probleme in Holzhausen sind laut Stadt kein Einzelfall

Immer wieder Ärger mit Gelben Säcken

BAD PYRMONT. Es hakt bei der Abfuhr der Gelben Säcke in Bad Pyrmont. Ganz aktuell in Holzhausen und nach Darstellung der Stadtverwaltung immer wieder im ganzen Stadtgebiet. In Holzhausen waren am Pfingstwochenende der Glockenschäferweg und die Bürgermeister-Hilker-Straße betroffen.

veröffentlicht am 11.06.2019 um 13:13 Uhr
aktualisiert am 11.06.2019 um 20:50 Uhr

Im Glockenschäferweg und in der Bürgermeister-Hilker-Straße in Holzhausen blieben die Gelben Säcke entgegen der Zusage von Remondis gegenüber der Stadt auch über Pfingsten liegen. Foto: ti
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Hier haben Anlieger nach dem Gewittersturm am Wochenende zerrissene Säcke eingesammelt und neu verpackt.

Anne Loges aus dem Glockenschäferweg ist stinksauer: „Dreimal habe ich vergangene Woche – am Mittwoch, Donnerstag und Freitag – bei der Stadt angerufen und darauf hingewiesen, dass die Gelben Säcke nicht wie geplant am vergangenen Dienstag eingesammelt worden sind“, berichtet sie gegenüber unserer Zeitung. „Doch getan hat sich überhaupt nichts.“ Andere Anlieger berichten, dass sich zuvor Krähen über den Inhalt hergemacht und ihn verteilt hätten. Einige Säcke wurden wieder in die Häuser bis zur nächsten regulären Abfuhr kommende Woche geholt. „Vor dem Altenheim St. Laurentius bleiben immer wieder Säcke liegen“, berichtet ein anderer Bewohner des Viertels. „Offenbar hat die Firma das Altenheim nicht auf dem Schirm. Wenn wir die Wagenbesatzung darauf hinweisen, dann dreht sie um und sammelt die Säcke nachträglich ein“, erzählt der Mann (Name der Redaktion bekannt).

Wie berichtet, hatten sich vergangene Woche Anlieger der Schulstraße, des Wohrtdrifts, des Windfangs und des Vitusweges beschwert, dass die Säcke liegen geblieben waren. Eine Remondis-Sprecherin begründet das mit der Krankmeldung des eigentlich zuständigen Fahrers und der deshalb erfolgten Übergabe an einen Fahrer einer anderen Niederlassung. Ein Teil der Säcke wurde noch am Donnerstagnachmittag abgeholt. Die Ordnungsamtsleiterin Sabine Jösten habe sich bei Remondis gemeldet und die Zusage erhalten, dass alle Säcke spätestens am Pfingstsamstag eingesammelt werden, sagte Stadtsprecher Wolfgang Siefert am Dienstag. „Darauf haben wir vertraut“, betonte er. Erst durch die Anfrage unserer Zeitung habe man erfahren, dass diese Zusage nicht eingehalten worden sei. „Wir werden uns noch einmal mit Remondis in Verbindung setzen“, sagte er zu. Außerdem werde die Stadt einen offiziellen Beschwerdebrief schreiben.

In der vergangenen Woche hatte Hameln-Pyrmonts Kreisverwaltung noch davon gesprochen, dass es aktuell keine Beschwerde gebe. Nach Darstellung von Siefert sieht es vor Ort anders aus. „Es gibt immer wieder Beschwerden, das funktioniert einfach nicht reibungslos. Und ich kann mir vorstellen, dass dies auch in anderen Städte der Fall ist.“ Leser dieser Zeitung bestätigen vereinzelt diese Einschätzung, auch wenn es offenbar Probleme in dem Ausmaß, wie beim Start von Remondis Anfang dieses Jahres, nicht mehr zu geben scheint.

Gegenüber der Stadt hatte das Entsorgungsunternehmen laut Siefert die Panne damit begründet, dass es ein „Missverständnis bei der Tourenzuweisung an einen Subunternehmer“ gegeben habe. Auf Anfrage zu den über Pfingsten liegen gebliebenen Säcke hieß es, dass laut Auskunft der verantwortlichen Mitarbeiter vor Ort über die Pfingsttage nichts liegen geblieben sei, man allerdings vorsorglich am Dienstag nach der Tour die betreffenden Straßen nochmals kontrollieren und gegebenenfalls die Reste einsammeln werde. Das geschah am Dienstagnachmittag. Besonders im Glockenschäferweg lagen bis dahin nach Auskunft von Anliegern viele Gelbe Säcke.

Es sei tatsächlich schwer nachvollziehbar, warum es auch mehr als sechs Monate nach der Übernahme des Kreisgebietes immer noch Schwierigkeiten bei der Entsorgung gebe, lautete der Kommentar von Landkreissprecherin Sandra Lummitsch. Immerhin sei es erfreulich, dass die Firma die Bereiche noch einmal kontrolliert habe. Allzugroß scheinen im Kreishaus die Erwartungen an Remondis nicht mehr zu sein.



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