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Pfarrgemeinde St. Georg kleidet 42 Sternsinger ein / Mütter leisten Überzeugungsarbeit

Ihre Kronen basteln sich die drei Könige selber

Bad Pyrmont. Mark hängt sich stolz seinen Königsmantel um, und Amelie schmückt ihre braunen Haare mit einer goldenen Krone. Charlotte und Ole basteln schnell noch einen Kopfschmuck für einen Freund, der kurzfristig für ein erkranktes Kind eingesprungen ist. Im Pfarrheim der St.-Georgs-Gemeinde laufen die letzten Vorbereitungen für das Dreikönigssingen, das am Samstag beginnt.

veröffentlicht am 30.12.2015 um 18:19 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

KARIN Heininger
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42 Kinder werden dann, aufgeteilt in Dreiergruppen, die Häuser der verschiedenen Stadtbezirke besuchen, werden C+M+B – 2016 (Christus mansionem benedict – Christus segne dieses Haus) über die Türen schreiben und ihre Lieder singen. Warum sie bei Wind und Wetter, auch bei Regen oder Schnee, während ihrer Ferien eine Woche lang durch die Straßen ziehen, wissen sie ganz genau. „Wir sammeln ja Geld für die armen Kinder, das finde ich sehr gut. Außerdem macht das Sternsingen Spaß“, versichert der neunjährige Mark. Und viele der Kinder pflichten ihm bei. Einige Mädchen geben gern zu, dass auch das Verkleiden in königliche Gewänder schön ist. Aber bei allen kommt der Zusatz: „Wir tun es vor allem für die armen Kinder.“

Im Fundus der Kirche hängen viele Umhänge für die Aktion, und wenn noch etwas gebraucht wird, näht ein Gemeindemitglied neue Kostüme. Die Kronen basteln sich die Kinder selbst, manche bevorzugen die schlichte Version, andere verzieren den Kopfschmuck mit Steinen und Pailletten. Als alle eingekleidet sind, bekommen sie ihre „Regie-Anweisungen“ über den Ablauf der Aktion. Ein Helferkreis mit Melanie Hessel-Wennemann, Franziska Weber und anderen Frauen kümmert sich darum.

Und sie erfahren von Pfarrer Wilfried Neumann, welchen Kindern in welchem Land Südamerikas dieses Jahr das gesammelte Geld zugutekommt. Argentinien? „Da kommt der Papst her“, weiß ein Knirps. Brasilien? „Da kommen viele Fußballer her“, sagt ein anderer. Aber es ist Bolivien und dort die Organisation „Parilli“, die in El Alto eine Fußballschule, Kindergärten und ein Jugendzentrum unterhält. „Das finde ich richtig cool“, so ein Kommentar aus der Runde.

Die Organisatorinnen der Aktion atmen auf: Es sei in diesem Jahr nicht ganz einfach gewesen, genug Kinder für das Dreikönigssingen zu gewinnen. Aber manchmal leisten auch die Mütter Überzeugungsarbeit: So ist Amelies Mama, Sandra Dencker, selbst schon als Sternsingerin gelaufen, und Franziska Weber nimmt ihre beiden Kleinen jedes Mal im Kinderwagen mit, wenn sie ihre Gruppe der kleinen Könige begleitet.



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