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Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp besucht die Agentur für Arbeit

Ihr besonderer Appell gilt Chancen des dualen Ausbildungssystems

Detmold (afa). Die Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp, MdB, besuchte die Agentur für Arbeit Detmold. Zusammen mit dem Leiter der Agentur, Dr. Harald Hiltl, und weiteren Experten erörtert sie die aktuellen Fragen und Probleme des Arbeits- und Ausbildungsmarktes in Lippe.

veröffentlicht am 16.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 20:41 Uhr

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Die Gesprächspartner analysierten die derzeitige Arbeitsmarktlage. Dabei gehen sie davon aus, dass der Tiefpunkt der Krise wohl überwunden sei. Zwar sei die Arbeitslosigkeit in Lippe in den vergangenen Wochen vorwiegend aus saisonalen Gründen nochmals angestiegen, so Agenturchef Hiltl. Andererseits sei der negative Abstand zu den Arbeitslosenzahlen des Vorjahres schon seit September 2009 rückläufig. Dr. Hiltl machte deutlich, dass man nunmehr schon seit vier Monaten eine Arbeitsmarktentwicklung beobachte, die sich günstiger gestalte als in den Vergleichsmonaten des Jahres 2008 beziehungsweise 2009.

Allerdings gilt diese Entwicklung nicht im gleichen Maße für die Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Hier macht sich die Konjunkturlage des vergangenen Jahres erst jetzt mit Verzögerung bemerkbar, da viele Betroffene zunächst Arbeitslosengeld I bezogen haben.

Bundestagsabgeordnete Kopp und Agenturchef Hiltl waren sich einig, dass es mit dem Instrument der Kurzarbeit gelungen sei, Druck vom Arbeitsmarkt zu nehmen. Nicht zuletzt die intensive Inanspruchnahme dieses Instruments durch die Wirtschaft habe in der Region vielen Arbeitnehmern den Weg in die Arbeitslosigkeit erspart. „Rund 8000 Kurzarbeiter, beispielsweise im September des vergangenen Jahres, bedeuteten bei einem durchschnittlichen Arbeitsausfall von 25 Prozent der üblichen Arbeitszeit eine rechnerische Entlastung der Erwerbslosigkeit um 1900 Personen in Lippe“, so der Agenturchef.

„Hier haben die heimischen Unternehmen mit ihrer flexiblen und umsichtigen Reaktion bei teilweise dramatischen Auftragseinbrüchen Weitblick gezeigt und auf einen Aufbruch aus der Krise gesetzt“, so Gudrun Kopp.

„Auch der heimische Ausbildungsmarkt hat in diesem Jahr gelitten“, so Dr. Hiltl. Auf der einen Seite müsse man bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen einen Rückgang um knapp acht Prozent zum Vorjahr auf 2248 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge registrieren. Andererseits hat trotz des geringeren Ausbildungsplatzangebotes die Zahl der unvermittelten Jugendlichen Ende September mit 125 um fast 50 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Durch die gemeinsamen Anstrengungen der Partner im Ausbildungspakt habe man die Zahl der unvermittelten Jugendlichen nochmals halbieren können. Ende Januar waren bei der Berufsberatung der Detmolder Arbeitsagentur noch 64 unversorgte Bewerber registriert.

Dabei hoffen die Gesprächspartner auf eine möglichst rasche Belebung der Wirtschaft und damit auch des Ausbildungsmarktes. „Die Versorgung der jungen Menschen mit Arbeit und Ausbildung ist dabei genauso wichtig wie die Versorgung der Wirtschaft mit den erforderlichen Fachkräften“, so Kopp und Hiltl.

Ein besonderer Appell gilt hier den Chancen des dualen Ausbildungssystems. Ausbildung nach dem Schulabschluss und später die Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung zu nutzen, ist in vielen Fällen erfolgversprechender als Wege in schulischen Warteschleifen.



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