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Vor seinem Gastspiel in Bad Pyrmont stellt sich Kabarettist Florian Schröder unseren Fragen

„Ich sah mich nie in einem seriösen Beruf“

Bad Pyrmont. Florian Schröder (33) ist einer der bekanntesten jungen Stars in der deutschen Kabarett- und Comedyszene („Ottis Schlachthof“, „TV Total“, „Mitternachtsspitzen“). Kommende Woche gastiert er im Pyrmonter Kurtheater. Mit unserer Mitarbeiterin Karin Heininger sprach er vorab über sein Fernsehdebüt als 14-Jähriger, über die Grenzen zwischen Kabarett und Comedy und über ein verregnetes Gastspiel in Bad Pyrmont.

veröffentlicht am 02.02.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 14:21 Uhr

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Herr Schröder, fühlen Sie sich eher als Kabarettist oder als Comedian?

Ich sehe da keinen so großen Unterschied. Jeder gute Kabarettist ist auch ein Unterhalter, und jeder Unterhalter hat ein Anliegen. Ich sehe mich als Entertainer und möchte die Menschen einfach gut unterhalten.

Bekannt geworden sind Sie auch als Parodist. Spielt das in Ihrem aktuellen Programm noch eine Rolle?

Etwa 30 Prozent des Abends gehört der Parodie. Da ist dann vor allem die Kanzlerin dran, die wird nämlich sonst kaum von einem Mann parodiert. Mein Favorit ist aber im Moment Peer Steinbrück – aus nachvollziehbaren Gründen.

Wie wird man eigentlich Kabarettist? Haben Sie da ein Patentrezept?

Es gibt keine klassische Ausbildung. Man muss es einfach ausprobieren, auf die Bühne gehen und machen.

Wo haben Sie selbst denn Ihre ersten kabarettistischen Gehversuche gemacht?

Schon auf dem Schulhof, da habe ich meine Mitschüler mit Parodien von Kohl und Blüm unterhalten. Als Vierzehnjähriger habe ich dann ganz mutig Harald Schmidt eine Kassette von mir geschickt. Ich wurde tatsächlich eingeladen und hatte meinen ersten kleinen Auftritt bei „Schmidteinander“ im WDR.

Und wie ging es dann weiter?

Na ja, ich habe studiert und wollte zwischendurch mal Journalist werden. Das klang nach Lohnsteuerkarte und Sicherheit. Aber in Wirklichkeit habe ich mich nie in einem seriösen Beruf gesehen, und so bin ich über Radiomoderationen zur Bühne gekommen.

In Ihrer Generation gibt es nicht sehr viele Kabarettisten.

Es stimmt, die erfolgreichen Kabarettisten gehören alle zur Generation 50 plus. Die Jüngeren sind mehr auf Comedy spezialisiert, das ist unverbindlicher. Ich glaube, sie wollen nicht in den Verdacht kommen, als scheinbare Besserwisser auf der Bühne zu stehen und den Leuten die Welt zu erklären.

Waren Sie vor Ihrem jetzigen Gastspiel schon einmal in Bad Pyrmont?

Ich war vor Jahren schon mal hier und sollte beim Goldenen Sonntag 2006 auftreten. Aber die Veranstaltung ist dann völlig verregnet, und aus meinem Auftritt wurde nichts. Das war sehr schade. Jetzt bin ich im Kurtheater, da kann mir wettermäßig nicht viel passieren.

Ein paar Worte noch zu Ihrem aktuellen Programm.

Es ist ein Abend im Zeichen der Völkerverständigung zwischen den Generationen. Die unter 39 Jahre sind, werden sich und ihre Altersgenossen am Ende des Abends wirklich verstehen. Die über 39 sind, werden endlich begreifen, warum ihre Kinder und der Rest ihrer Patchwork-Bagage so sind, wie sie sind, nämlich „offen für alles und nicht ganz dicht“.

Termin: Florian Schröder ist mit seinem Programm „Offen für alles und nicht ganz dicht“ am Donnerstag, 7. Februar, ab 19.30 Uhr im Kurtheater zu Gast. Karten gibt es für 14, 18 und 22 Euro (mit Pyrmont Card 3 Euro Ermäßigung) an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter Telefon 05281/151543.

Florian Schröder hat sich als Künstler einen Namen gemacht. Der 33-Jährige hat schon im Alter von 14 Jahren auf der TV-Bühne gestanden. Am Donnerstag ist er in Bad Pyrmont zu Gast.

Foto: Frank Eidel



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