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Theater Companie versteigerte auf dem Theaterfest Requisiten aus dem Fundus

Hylliger Born als Kopfbedeckung

BAD PYRMONT. Bühne frei für die Komödianten im privaten Wohnzimmer oder Garten: Wenn Henning Borchardt demnächst seinen Gästen zu Hause etwas Besonderes bieten will, dann kann es sein, dass die Besucher eine Szenen-Collage oder eine Revue-Prise der Pyrmonter Theater Companie zu sehen bekommen.

veröffentlicht am 22.08.2016 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:30 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Und Eva Siebe wird ihren schicken neuen Hut mit dem Hylligen Born im Miniformat zwar kaum auf der Straße spazieren tragen, doch als Werbegag im Schaufenster macht sich die kreative Kopfbedeckung aus der Revue „Draußen nur Kännchen“ bestimmt hervorragend.

Diese ganz besonderen Schnäppchen haben die beiden Pyrmonter bei einer Versteigerung als Höhepunkt des sehr gut besuchten Theaterfestes im großen Schlosshof ergattert. Zum 20. Geburtstag trennte sich die Theater Companie von einigen ihrer Schätzchen aus dem Kostüm- und Requisitenfundus, und die Klamotten gingen weg wie warme Brötchen.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Astrid Jörg, konnte es dabei mit jeder Sotheby’s-Fachkraft aufnehmen. Ob ein edler Seidenschal, „gestiftet aus Adelskreisen“ und getragen im Musical „Cabaret“, ob ein kesses Hütchen aus „Klotz am Bein“ oder ein Riesenstück Schaumstoff-Kuchen aus „Damensalon“: Alle Objekte, vorgeführt von Schauspielerin Christiane Schoon, machte Jörg den Interessenten schmackhaft. Die begehrte Privat-Vorstellung der Companie ging schließlich für 550 Euro über die Bühne. Das Geburtstagsgeschenk des Fördervereins für die Companie, zwei neue Bühnenscheinwerfer, überreichte ebenfalls Astrid Jörg.

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Perücken, Hüte und Blumensträuße – die Kinder zeigten großes Interesse für die diversen Requisiten. Foto: hei

„Bei der Versteigerung haben wir insgesamt 1160 Euro eingenommen“, freute sich Theaterchef Jörg Schade, der wie alle Künstler den ganzen Tag im Einsatz war. Carl-Herbert Braun belohnte die Glücksrad-Dreher, Dorit Meyer-Gastell und Judith Guntermann verwandelten viele kleine Besucher mit Schminke und mit Kleidern aus dem Kostümkoffer in Fantasiegestalten, Produktions-Assistentin Margarete Bruns wachte über die stattliche Sammlung von schönen Plakaten und Programmheften aus 20 Jahren. Und Bühnenbildner ULBO erklärte vielen interessierten Besuchern seinen multifunktionellen Thespiskarren aus „Der arme Cyrano“ und seine Modelle raffiniert gestalteter Bühnenbilder.

Zu den Gründungsmitgliedern gesellte sich neben Jörg Schade, Charlie Braun und Dietmar Beese (früher Schade) auch Robert Eder, heute am Ohnsorg-Theater eingebunden. Doch seine Pyrmonter Auftritte bezeichnete er als „schönste Zeit meines Lebens“. Einen Rückblick auf 20 Jahre Theater Companie gab Schade zur Eröffnung des Festes. Er berichtete von 30 Produktionen, die insgesamt zwei Millionen Euro kosteten und von 85 000 Besuchern gesehen wurden, aber auch davon, dass an Übernachtungskosten für die Künstler 200 000 Euro dem Wirtschaftsleben der Stadt zugute kamen. „Nur drei mal in den 20 Jahren musste eine Vorstellung wegen Regens ausfallen. Ich bin sicher, Theaterdirektor August Pichler, dem wir nacheifern, schiebt auch nach 200 Jahren noch für uns die Wolken!“



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