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Knappe Mehrheit segnet im Verwaltungsausschuss Vertrag mit Arbeitsgemeinschaft ab

Humboldt-Sanierung: Architekten-AG legt los

Bad Pyrmont (jl). Der Vertrag mit der Arbeitsgemeinschaft aus dem Pyrmonter Architekturbüro „Lechner³“ und den hannoverschen Planern von „Storch, Ehlers Partner“ zur Sanierung des Humboldt-Gymnasiums ist – nach langem Hin und Her – beschlossene Sache und unterschrieben. Der Verwaltungsausschuss der Stadt hat das Papier in nichtöffentlicher Sitzung mit knapper Mehrheit von fünf Ja- zu vier Nein-Stimmen auf den Weg gebracht. Damit ist der Ende November von der Verwaltung verhängte Planungsstopp aufgehoben.

veröffentlicht am 08.05.2009 um 19:49 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 07:21 Uhr

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Wie Bürgermeisterin Elke Christina Roeder gestern auf PN-Anfrage erklärte, habe es zum Thema am Donnerstagabend „keine lange Diskussion“ gegeben. Denn die Positionen seien klar gewesen.

Und wie geht es jetzt weiter? „Die Architekten werden den Zeitplan in der nächsten Bauausschusssitzung vorstellen“, kündigte Roeder an. Ob das am 19. Mai öffentlich oder hinter verschlossenen Türen geschehen werde, sei noch nicht entschieden. „Aber“, so die Verwaltungschefin, „wir wollen kein Geheimnis darum machen.“

Da das Thema ein Politikum sei und bereits für Verunsicherung gesorgt habe, halte sie sich mit weiteren Aussagen zum Ablauf zurück. Was zähle, seien „belastbare, klare Aussagen“.

„Wichtig, dass Aufträge schnell ‘rausgehen“

Der neue CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Udo Nacke, dessen Vorgänger Kurt-Heinz Zühlke die Hinzuziehung eines Pyrmonter Büros statt der Beteiligung der Hannoveraner am Humboldt-Planungsauftrag gefordert hatte, nannte es gestern „vom Grundsatz her positiv, dass es überhaupt weitergeht“. Jetzt könne man nur hoffen, dass die Architekten schnell arbeiteten. Denn, so Nacke weiter: „Es ist wichtig, dass die Aufträge schnell ‘rausgehen.“

Negativ hingegen sei, dass ein Teil des Architektenhonorars nun nach Hannover fließe – zumal die Verträge mit den Pyrmonter Architekten, die andere öffentliche Baumaßnahmen im Zuge des Konjunkturpakets II planen sollten, zu anderen Konditionen abgeschlossen worden seien. „An diesen Aufträgen sieht man, dass Kompetenz am Ort ist“, so Nacke.

Die Mehrkosten gegenüber den ursprünglich ausgehandelten Planungskosten, die nun durch die höhere Bezahlung der Humboldt-Arbeitsgemeinschaft entstünden, wolle seine Fraktion in der nächsten Ratssitzung Anfang Juni aber noch einmal ansprechen und „deutlich machen, dass wir ein Pyrmonter Büro wollten“.

Warum die Bürgermeisterin das anders sieht: „Wenn man jemandem sagt: ,Such Dir einen Partner’, dann muss er ihn sich auch selbst suchen dürfen“, sagte Roeder.

Was sie Honorierung angehe, habe man nachverhandelt. „Es ist jetzt nicht mehr Stufe 4, sondern Stufe 3 oben“, so die Rathauschefin mit Verweis auf die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). „Das ist etwas günstiger, aber nicht viel“.

Vor allem von der CDU-Fraktion befürchtete Mehrkosten für die Baumaßnahme selbst kalkuliert der Vertrag indes nicht ein. „Die Deckelung auf 2,5 Millionen Baukosten sind als ganz festes Eckdatum Bestandteil des Vertrages“, betonte Roeder gestern.



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