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Van Iersel: Haben jüngere Besucher

„Hotel ist nicht für Leerstände verantwortlich“

Bad Pyrmont (jl). „Wir als Hotel sind doch nicht für die Leerstände in der Hauptallee verantwortlich“, sagt „Stei-

veröffentlicht am 12.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 06:41 Uhr

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genberger“-Direktor Arnoldus van Iersel mit Blick auf die Kritik von Lothar Kewitz. Der Einzelhändler hatte als einen Grund für den von ihm beobachteten Rückgang der Gästezahl und -güte in Bad Pyrmont die Belegung des Hotels über „Tchibo“ ausgemacht (wir berichteten).

„Wir vermarkten auch über diesen Direktanbieter“, erklärt Hotelchef van Iersel weiter. Ein Vorteil von Tchibo & Co.: „Die Prospekte liegen in ganz Deutschland aus und steigern den Bekanntheitsgrad Bad Pyrmonts“, betont der Hotelchef. Allerdings fielen die so generierten Übernachtungen nicht über die Maßen ins Gewicht: „Sie machen 2,2 Prozent unserer Gesamt-Zahlen aus.“ Das Geschäft über Reiseunternehmen – im Fachjargon „Tour-Operators“ – wie TUI, Neckermann oder Thomas Cook bringe weitere acht Prozent der Gäste.

„89,8 Prozent sind Direktbucher“

„Die restlichen 89,8 Prozent sind Direktbucher“, rechnet der Steigenberger-Chef vor, der im vergangenen Jahr 46 800 Betten vermietet hat. Das entspricht einer Auslastung von 58 Prozent und liegt bekanntlich deutlich über dem Landesschnitt. In dieser Rechnung noch nicht enthalten seien weitere 15 000 Übernachtungen im „Fürstenhof“.

Mit Blick auf die Gästestruktur hat van Iersel vor allem eine Veränderung beobachtet: „Die Besucher sind jünger geworden.“ Sei der durchschnittliche Steigenberger-Gast früher an die 60 Jahre alt gewesen, so seien es jetzt 52 Jahre – auch wegen der Vermarktung über Direktanbieter, Tour-Operator und das Internet.

Dass das Geld der Menschen ganz allgemein nicht mehr so locker sitzt wie früher, stellt auch van Iersel fest. Aber er ist überzeugt: „Jeder, der vier Tage hier ist, kauft auch hier ein und geht abends aus.“ Aber er schließt nicht aus, dass jüngere Leute andere Ziele ansteuern als eine ältere Klientel.

Die Hauptallee aufzuwerten dürfte indes auch aus seiner Sicht nicht ganz einfach sein. Denn dem Ursachengeflecht aus einem Fehlen neuer Inhaber und möglicherweise unterschiedlicher Mietvorstellungen sei kaum auf die Schnelle zu begegnen. Und van Iersel ist sicher: „Die Politik wird das Problem nicht lösen können. Es ist ja auch nicht Pyrmont-spezifisch.“ Das könnten nur Hausbesitzer zusammen mit möglichen Betreibern tun.

Wie sein Steigenberger-Kollege, so sieht auch „Kai-serhof“-Chef Wolfgang Schene sein Haus von Einzelhändler Kewitz zu Unrecht angegangen. „Unser Hotel ist weder tot noch krank“, sagt Schene. „Es ist elf Monate im Jahr geöffnet, und wir haben erhebliche Summen investiert“.

Mit Blick auf einen auch von ihm beobachteten Rückgang der Gästezahlen bedauert er vor allem eines: „Es gibt keinerlei Problembewusstsein in Bad Pyrmont.“

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