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Einrichtung weiterhin auf finanzielle Unterstützung angewiesen

Hospiz bleibt im Friedensthal bestehen

BAD PYRMONT. „Das Haus Bethesda Hospiz im Friedensthal wird weiter betrieben, auch am bisherigen Standort“, lautet die klare Aussage von Alfred Karl Walter, dem Geschäftsführer des Krankenhauses an der Maulbeerallee.

veröffentlicht am 16.06.2016 um 20:09 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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In der zurückliegenden Zeit war nach dem Ausscheiden des Thuiner Ordens die Befürchtung genährt worden, auch das Hospiz werde das Haus verlassen müssen (wir berichteten). Nun versicherte Walter, dass die Standortfrage für das Hospiz mit dessen Verbleib in dem Gebäude entschieden sei.

Die Frage, welche Möglichkeiten sich für den Gesamtkomplex ergeben könnten, so ließ er durchblicken, werde sich wohl in Kürze beantworten lassen. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der gemeinnützigen Hospiz GmbH, Bernhard Jess, und der Pflegedienstleiterin Marianne Gehring hat sich Walter im Wohnzimmer der Einrichtung eingefunden. Sie erwarten heute Gäste vom Staatsbad – und so gesellen sich Kurdirektor Maik Fischer und Bettina Schlüter als Personalleiterin hinzu.

„Zunächst einmal bin ich neugierig auf diese wirklich segensreiche Wirkungsstätte“, betont der Kurdirektor, der aus seiner beruflichen Sicht auch sogleich einige Berührungspunkte ausmacht – und sei es auch nur mit Blick auf bestimmte Abläufe. Denn mit Pflegebedürfnissen, ob Kurgäste oder Gäste in einem Hospiz, käme Personal beider Einrichtungen in Berührung und müsste diese managen. Es käme auch im Kur- oder Rehabetrieb zunehmend vor, dass Angehörige die Patienten begleiten würden. „Da sind wir in der gedanklichen Entwicklung eines Projekts, in den Kureinrichtungen Verweilmöglichkeiten für Angehörige zu schaffen, die während ihres Aufenthaltes dann Seminare oder andere Informationsangebote nutzen können.“

Auch Marianne Gehring kann für das Hospiz bestätigen, dass insbesondere Angehörige durch die Betreuung Schwerstkranker über eine längere Zeit Ruhe, Stärkung und Unterstützung benötigen. Deshalb habe man auch im Hospiz diese pflegende Gruppe im Blick und gebe ihnen ausreichend Raum, in der Nähe des Hilfebedürftigen zu bleiben und dennoch auch Entlastung zu erfahren. „Und diese Entlastung ist für beide Seiten, für die Angehörigen wie für das Pflegepersonal, ein Gewinn, denn viele kleine Handreichungen werden zum Beispiel von den Verwandten übernommen, unabhängig von der oft den Kranken wohltuende Nähe ihrer Lieben“, weiß die Pflegedienstleiterin.

„Wir hatten uns in der Mitarbeiterschaft intensiv mit dem Hospiz hier im Friedensthal beschäftigt. Wir sind tief beeindruckt von dem, was hier von den Betreuenden an den sterbenskranken Menschen geleistet wird“, lobt Bettina Schlüter und berichtet, dass sich die Mitarbeiter anlässlich eines Betriebsfestes dazu entschlossen hätten, eine Sammlung zugunsten des Hospiz durchzuführen. Und so kann sie bei diesem Treffen einen Umschlag mit 425 Euro an Jess und Gehring übergeben.

Die Empfänger nehmen den Betrag erfreut entgegen und erzählen, dass sich über Angehörige Verstorbener hinaus immer mehr entschließen, besondere Anlässe wie zum Beispiel Geburtstage oder auch regelmäßige Treffen wie Skatrunden, Knobeln oder ähnliches dafür zu nutzen, Geld für das Hospiz zu sammeln. „Wir sind absolut darauf angewiesen, da die Krankenkassen zwar einen Großteil der Kosten für die Pflege Todkranker abdecken, dennoch bleibt ein Restbedarf übrig. Dieser kann nur über Spenden aufgebracht werden und das bedeutet, ohne diese Spenden ist das Hospiz nicht überlebensfähig“, so Jess. Und Schlüter ist sich schon jetzt sicher, dass die Belegschaft des Staatsbades nicht zum letzten Mal der Gebende war.



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