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So verleiht das Jugendparlament der Forderung nach überfälliger Humboldt-Sanierung Ausdruck

„Horrorfotos“ sollen Politiker alarmieren

Bad Pyrmont. „Die Heizungen sind wirklich immer voll aufgedreht, es gibt keine Thermostate, über die man die Temperatur in den Klassenräumen regeln kann. Alles muss über die Fenster gemacht werden“, sagt Katharina Meckelburg. „Wenn es zu warm ist, kommt das Fenster auf, bis es wieder zu kalt ist, und dann geht es weiter. Wir haben keine richtige Isolierung. Die Energie, die da weggeht, könnte man durch neue Fenster sparen.“ Die 18 Jahre alte Vize-Vorsitzende des Jugendparlaments hat genug vom ewigen Hin und Her um die überfällige energetische Sanierung des Humboldt-Gymnasiums.

veröffentlicht am 03.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 09:21 Uhr

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Autor:

Vassili Golod
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Gemeinsam mit ihren JuPa-Kollegen hat sie eine Fotosafari gestartet. Die bei der Tour durch die Klassenzimmer entstandenen „Horrorfotos“ dokumentieren den miserablen Zustand der Schulgebäude und sollen die Politiker aufrütteln.

Blinde Fenster, Heizungen ohne Thermostate, bröckelnde Wände, die mit Zeitungspapier ausgestopft sind – das sind nur einige Beispiele, die vom aktuellen Bauzustand des Gymnasiums zeugen. „Es ist vielleicht ein bisschen doof, aber man denkt sich schon fast gar nichts mehr dabei“, sagt Lehrer Hartmut Kluge. „Es ist Alltag geworden, man hat sich fast dran gewöhnt.“

Viele Schüler, Lehrer und Eltern haben im Laufe der vergangenen Wochen, Monate und Jahre die Hoffnung auf eine schnelle Sanierung schon fast aufgegeben. Hilflosigkeit und Resignation sind die vorherrschenden Gefühle, begleitet von immer weniger Vertrauen in die lokale Politik.

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  • Heizkörper ohne Thermostat – gegen große Hitze in der Klasse hilft nur Lüften.
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  • Beim Blick auf ihre Fotos wissen Jannic Henze, Madeleine Schwitalla, Katharina Meckelburg und Fabian Hage manchmal nicht, ob sie lachen oder weinen sollen.
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  • Die Fotos dokumentieren den über Jahrzehnte gewachsenen Sanierungsstau am Gymnasium.
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  • Durch die beschlagenen alten Glasscheiben ist der Blick aus den Fenstern in diversen Klassenräumen deutlich getrübt.
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  • J. Niemöller
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  • H. Kluge
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Nicht zuletzt deshalb erwartet der Vorsitzende des Jugendparlaments, Jannic Henze, nun schnelle und sinnvolle Entscheidungen des neuen Rates. „Wie hoffen, dass der Rat aufmerksam wird, dass jetzt was getan werden muss für die energetische Sanierung. Früher oder später muss es ja sowieso gemacht werden. Jetzt ist besser, bevor noch mehr Energie verschwendet wird“, so der 18-Jährige.

Unterstützung bekommen die Nachwuchs-Parlamentarier von der Schulleitung. Janine Niemöller lobt die Aktion der Jugendlichen ausdrücklich. „Wenn sich junge Menschen für ihr Anliegen und für andere Jugendliche einsetzen, dann kann man das nicht genug würdigen und fördern“, sagt die Pädagogin.

Schülern und Lehrern bleibt jetzt nur noch, auf einen baldigen Beginn der Sanierung zu hoffen. Viel mehr können sie nicht tun. Denn jetzt sind Politiker und Stadtverwaltung gefragt.



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