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Malgruppe besucht Bad Pyrmonter Partnerstadt Heemstede in den Niederlanden

Holländische Impressionen

Heemstede. Sie haben sich an verschiedenen Orten rund um das „Oude Slot“ (alte Schloss) verteilt niedergelassen, ihre Staffeleien aufgebaut, unterschiedlichste Malutensilien um sich herum ausgebreitet. Immer wieder geht ein prüfender oder auch suchender Blick auf das auserwählte Motiv, um dann in einer individuellen Gestaltungsart auf die Leinwand umgesetzt zu werden. Vor allem romantische Motive gibt es um das alte Schloss herum so vielfältig, dass den Künstlern die perfekte Auswahl schwergefallen sein dürfte.

veröffentlicht am 10.08.2015 um 12:46 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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„Dieses Mal haben sich zwölf Frauen und ein Mann für die Teilnahme an unserer Malreise nach Heemstede entschieden“, erzählt Marianne Weiland, die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Bad Pyrmont und Organisatorin der Fahrt in die Pyrmonter Partnerstadt in den Niederlanden. Darunter sind auch drei Frauen aus der brandenburgischen Partnerstadt Bad Freienwalde und sogar aus Wien gibt es eine Teilnehmerin. Es ist bereits die fünfte Malreise, die Weiland organisierte und dabei Künstler sowohl nach Bad Freienwalde als auch nach Anzio führte. Das beschauliche, in der Nähe von Haarlem befindliche Heemstede ist in diesem Jahr zum ersten Mal Ziel und Anbieter zauberhafter Motive für diese Gruppe der malenden Kunst.

Ob es nun architektonische Details an der im 17. Jahrhundert erbauten Kirche „Wilhelminaplein“ sind, die Blumenpracht oder Licht-Schatten-Atmosphäre der Brücken am alten Schloss oder das Wind- und Wellenspiel am Meer ist – in einer abschließenden Vernissage können sich zahlreich erschienene Heemsteder daran erfreuen, mit welchen Augen und Ausdrücken Künstler ihre Stadt wahrgenommen haben und das Thema der Malreise: „Von der Natur zur Abstraktion“ umsetzten. Auch Rob Hinse, der verantwortlich ist für den Erhalt der „Groenendaalse Molen“, die mit einer Dampfmaschine eine Schnecke betrieb und damit Wasser in höher gelegene Kanäle beförderte, strahlt mit freudigen Augen über die geschaffenen Bilder und würde sie am liebsten mit in seine Museumsmühle nehmen.

Weniger abstrakt hingegen nutzte Marianne Weiland den Aufenthalt in Heemstede in Gesprächen mit Vertretern der Kommune und Vereinen. Denn nach der Auflösung des früheren Partnerschaftsvereins in Heemstede vermisste sie einen Ansprechpartner in den Niederlanden. Der scheint nun in Evelyn Lautenslager vom Voorweg-Chor Heemstede gefunden worden zu sein. „Wir sind sehr glücklich über diese Lösung und erhoffen uns, dass wir über Frau Lautenslager Verbindungen zu anderen Interessengruppen erhalten“, freut sich die Pyrmonter Vorsitzende, denn auch der Städtepartnerschaftsverein sieht sich zunehmend als Bindeglied zu Vereinen und Institutionen, die mit anderen aus den Partnerstädten Verbindung aufnehmen möchten.

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Äußerst erfreut über diese Entwicklung ist auch Heemstedes Stadtdirektor Wilhelm van den Berg, der in diesem Zusammenhang sogar von einem Neustart der gemeinsamen Partnerschaft spricht. „Wenn man wie bisher Frieden in Europa erhalten will, muss man sich auch bewusst machen, dass man dafür arbeiten muss“, so sein Statement. Urlaub in einem fremden Land zu machen, sei etwas anderes, als sich auf den anderen einzulassen, ins Gespräch zu kommen und miteinander umzugehen.

Dass diese Partnerschaft aufmerksam auch in der Heemsteder Bevölkerung verfolgt und wahrgenommen werde, sei nicht nur anhand mehrerer Artikel in regionalen Zeitungen über den Künstlerbesuch aus Bad Pyrmont erkennbar, berichtet Weiland ergänzend. Immer wieder seien sie während ihres Malaufenthaltes an ihren Motivorten von Heemstedern besucht worden, die sich sehr interessiert zeigten oder sie auch mal mit Getränken oder süßem Gebäck versorgten. Dass sie sich sehr wohl und freundlichst aufgenommen gefühlt haben, bestätigen auch andere Mitreisende.

Bilder, die am alten Schloss entstanden.uk



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