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Vereinbarung könnte für die Beteiligung der Stadtwerke am Bremer Gaskraftwerk postiv sein

Hoffen auf den Kohleausstieg

BAD PYRMONT. Der am Wochenende vereinbarte Kohleausstieg in Deutschland könnte sich für die Stadtwerke Bad Pyrmont als vorteilhaft erwiesen. Denn möglicherweise wird das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Mittelsbüren des Bremer Energieversorgers swb dadurch doch noch einmal in die Lage versetzt, Gewinn abzuwerfen.

veröffentlicht am 29.01.2019 um 11:36 Uhr

Das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Bremen-Mittelsbüren beschert den Stadtwerken bislang nur Verluste. Foto: © Ingo Wagner/swb
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die Stadtwerke sind an dem Kraftwerksbetrieb des Bremer Energieversorgers SWB AB beteiligt. „Am langen Ende könnte es eine Renaissance der Gaskraftwerke geben“, gibt sich Stadtwerkechef Uwe Benkendorff vorsichtig optimistisch und betont das „lange“ in seinem Satz. Das hänge zuletzt von der Entwicklung der regenerativen Energien und vor allem vom Netzausbau ab.

Als sich die Stadtwerke Bad Pyrmont im Jahr 2011 zu einer Beteiligung entschlossen, da galten Gaskraftwerke noch als Vorreiter für eine umweltschonendere Energieerzeugung. Denn sie stoßen erheblich weniger klimaschädliches Kohlendioxid aus als Kohlekraftwerke und sind besonders flexibel. Deshalb können sie die schwankenden Strommengen aus Wind- und Sonnenenergie schnell kompensieren und so die gleichmäßige Spannung im Netz aufrechterhalten.

Damals wurden Gaskraftwerke von der Regierung besonders gefördert. Dann kam Fukushima, gefolgt vom Atomausstieg. Seitdem werden zunächst erneuerbare Energien gefördert, dann konventionelle Kraftwerke. Und dadurch hat sich auch der Strommarkt gewandelt. Es kommt immer mehr erneuerbare Energie mit ihren Schwankungen ins Netz, aber die flexiblen Gaskraftwerke haben gegenüber Kohlekraftwerken wirtschaftlich das Nachsehen, denn die produzieren – noch – den Strom billiger.

Wenn die aus dem Spiel sind, dann könnte sich die Situation für das Bremer Kraftwerk ändern. Bislang mussten die Stadtwerke Bad Pyrmont wie andere Partner auch Jahr für Jahr Rückstellungen für Verluste aus dem Betrieb des Kraftwerkes bilden. Bereits im Oktober 2016 sprach Benkendorff gegenüber dieser Zeitung von 1,5 Millionen Euro. Der ursprüngliche Beteiligungswert in Höhe von 2 Millionen Euro wurde wegen der sich abzeichnenden Strompreisentwicklung schon im Jahr 2016 vollständig abgeschrieben.

„Ich bin froh über den Kohleausstieg, denn er macht aus energiepolitischen Gründen Sinn“, so der Stadtwerkechef, der die Abschaltung der Kohlekraftwerke, wie er sagt, schon aus klimaneutralen Gründen begrüße. Wenn sich am „langen Ende“ auch wirtschaftliche Vorteile ergeben, um so besser. Benkendorffs Vorgänger an der Spitze der Stadtwerke, Dieter Boldt, hatte seinerzeit auf ein „goldenes Ende“ gehofft. Doch mehr als Hoffnung hatte er damals nicht.



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