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Lokalsender „radio aktiv“ expandiert in Bad Pyrmont – und lädt zum Empfang

Höherer Stellenwert für die Kurstadt

Bad Pyrmont (jl). „Radio geht ins Ohr, Fernsehen ins Auge“ – mit diesem Bonmot des „Was bin ich?“-Mo-derators Robert Lembke zum Unterschied zwischen den beiden Medien begrüßte Bad Pyrmonts Bürgermeisterin Elke Christina Roeder die rund 100 geladenen Gäste des „radio aktiv“-Frühjahrsem-pfangs im Rathaus der Kur-stadt. Zudem würdigte sie den Beitrag des Hameln-Pyrmonter Lokalsenders zur „Stärkung der örtlichen Gemeinschaft“.

veröffentlicht am 05.05.2009 um 21:15 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 07:41 Uhr

Karsten Holexa
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Dass „radio aktiv“ seinen schon traditionellen Empfang nach zwölf Jahren auf Sendung erstmals in die Kurstadt verlegte, hatte seinen guten Grund. Denn die Berichterstattung von hier nimmt seit kurzem mehr Raum im Programm ein als in der Vergangenheit – „ein mutiger, aber notwendiger Schritt“, wie Radio-Aktiv-Vorsitzender Ulrich Schlieker-Fehn im Hinblick auf die Expansion am Ort betonte. „Wir haben entschieden, diesem Sendestandort den Stellenwert zu geben, der ihm zukommt.“ Dazu zählen feste Sendeplätze für die nun täglichen Berichte aus der Kurstadt. Die eigene UKW-Frequenz 94,8 MHz hat der Sender längst.

Der aus Hameln als Geschäftsführer nach Bad Pyrmont gewechselte Joachim Stracke will mit seinem Team „dem Informationsbedarf in Bad Pyrmont gerecht werden“, wie er versprach. Zwar sucht „radio aktiv“ noch nach neuen, günstigen Senderäumen, idealerweise nach dem Vorbild des gläsernen Studios am Hamelner Bürgergarten. Einstweilen aber habe man das alte Büro am Waisenhof schonmal „ein wenig aufgepeppt“, so Stracke, der sich auch über neue Unterstützer freuen kann. Zu denen gehört etwa die Pyrmonter Werbegemeinschaft.

Denn Unterstützung – gern auch als Spende – kann der nichtkommerzielle Radiosender bestens gebrauchen – ist doch in diesem Jahr bisher ein Defizit von 22 000 Euro aufgelaufen. Hier machte der Hamelner Geschäftsführer Karsten Holexa klar: „Wort ist teuer.“ Mit einem Informationsanteil von fast einem Drittel seiner gesamten Sendezeit schlage „radio aktiv“ die anderen Sender wie etwa NDR II oder ffn um Längen. Dort entfielen auf Informationen gerade einmal zehn Prozent der Sendezeit. „Es kommt mir immer so vor, dass wir machen müssen, was alle anderen nicht machen“, sagte Holexa mit Blick auf die Vorgaben des Landes Niedersachsen für den nichtkommerziellen Bürgerfunk.

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Ulrich Schlieker

Der Hameln-Pyrmonter Sender muss denn auch sparsam haushalten: Von den 600 000 Euro, die er jährlich für Personal- und Sachkosten ausgibt, trägt die Landesmedienanstalt 262 500 Euro. Hinzu kommen 131 000 Euro an Spenden, 6000 Euro aus den Mitgliedsbeiträgen des Trägervereins, 150 000 Euro Zuschüsse der Kommunen und 50 500 Euro an Einnahmen aus Dienstleistungen wie etwa Audioproduktionen, Medienpartnerschaften und Moderationen.

Insbesondere das Engagement der ehrenamtlichen Radio-Mitarbeiter würdigte Beate Mehren vom Förderkreis. Denn „ohne das wäre die Arbeit nicht zu leisten“. Zugleich hoffte sie, „dass es uns gelingen wird, auch in Bad Pyrmont einen guten Standort zu bekommen“. Denn eine „tolle Stadt wie Bad Pyrmont hat ein tolles Lokalradio verdient“.

Nach dem offiziellen Teil des Frühjahrsempfangs im Pyrmonter Ratssaal treffen sich die Gäste an dem von der Hamelner Jugendwerkstatt erstellten Büfett im oberen Foyer.

Fotos: jl



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