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Lügder Marktplatz ist halb fertig / Ab Freitag findet der Markt auf dem neuen Pflaster statt

Hinten hui, vorne pfui

Lügde. Fast ist es geschafft. Ein Brunnen ist nach langen Diskussionen ausgesucht, die Händler zufrieden mit der Übergangslösung und die Sperrung der Vorderen Straße längst wieder aufgehoben. Die Umgestaltung des Marktplatzes kommt mit großen Schritten ihrer Fertigstellung näher. Doch damit ist jetzt erst einmal Schluss: Stillstand.

veröffentlicht am 30.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

von Julia Rau
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„Die Firma, die die Bauarbeiten übernimmt macht drei Wochen Winterpause“, sagt Bauamtsleiter Günter Loges. Alles in allem würde bis Februar nichts mehr passieren. Und für die Arbeiten, die danach noch anstehen, gibt das Wetter das Tempo vor. „Zunächst müssen Winkelstützen rein und das Pflaster fertiggestellt werden. Dann kommt das Rathauspodest“, sagt er. Für das Podest müsse es mindestens eine ganze Woche mild sein. Im Anschluss würden das Brunnenbecken und die dazugehörige Technik installiert. Aber auch da kann es zu einigen Verzögerungen kommen. „Wir führen Gespräche mit den Materiallieferanten, die aufgrund der Witterung auch nicht immer ausfahren.“ Zum Schuss kommt die Beleuchtung dran und natürlich die Bronzeziegen von Bernd Maro, die am neuen Brunnen aufgestellt werden sollen. „Der Künstler fängt jetzt erst an, alle Gespräche sind gelaufen. Ich schätze, das wird noch einmal ein halbes Jahr dauern“, so Loges.

Insgesamt würden die Bauarbeiten zufriedenstellend und innerhalb des Zeitplanes verlaufen. „Aber von fertig kann natürlich noch keine Rede sein.“ Loges selbst ist mit dem Ergebnis zufrieden. Wichtiger ist ihm allerdings, was die Lügder dazu sagen. Bisher habe er fast ausschließlich positive Rückmeldung auf die Neugestaltung bekommen. Hört man sich auf der Straße um, sind sich tatsächlich alle einig, dass das Pflaster sehr schön ist, „aber ob es das viele Geld wert war“, fragt Wolfgang Stefan sich.

Der Rentner findet die Wegplatten schön, „die sollte es in der ganzen Stadt geben“, bringt aber auch einige Kritik vor: „Es sind zu wenige Parkplätze da. Deshalb stehen wieder viele auf den Fußwegen in der Vorderen Straße und der Platz hinter dem Pfarrhaus ist immer voll“. Er habe sogar schon Leute getroffen, die lieber ein Knöllchen riskieren, als sich nach einer anderen Parkmöglichkeit umzuschauen. Da Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Köhne in einer Ratssitzung schon ankündigte, verschärfte Kontrollen durchzuführen (wir berichteten), könnte das bequeme Überall-Parken allerdings bald ein teurer Spaß werden. Eine Frau, die anonym bleiben möchte, meint, „das ist überflüssig“. Das alte Pflaster hätte ihr auch gut gefallen, nur die parkenden Autos hätten sie gestört. Großen Zuspruch findet der neue Marktplatz dagegen bei Gudrun Blarr. Sie arbeitet jeden Freitag am Marktstand der Kräutergärtnerei und findet: „Das Pflaster ist total schön, ich freue mich richtig, wenn wir nächste Woche wieder rüber können.“ Denn ab kommendem Freitag stehen die Stände des Wochenmarktes wieder auf ihrem alten Platz vor dem Rathaus. Der ist zwar erst zur Hälfte gepflastert, aber für die drei Stände ist Platz. „Wir müssen nur etwas zusammenrücken, weil die Flächen um die kleinen Bäume doch etwas größer ausgefallen sind, als wir dachten“, so Blarr. Die Zwischenlösung an der Kirche habe ihr aber auch sehr gut gefallen: „Hier ist es so gemütlich“. Deshalb bauten sie und ihr Chef, wie auch ein zweiter Stand vergangenen Freitag auch noch einmal neben dem Weihnachtsbaum auf, obwohl sie, wie Blarr sagt, schon auf den Marktplatz hätten gehen können. „Der Fleischstand macht Urlaub, deshalb haben wir zwei uns entschieden, ein letztes Mal zwischen Kirche und Rathaus aufzubauen.“

Blick von der Mittleren Straße auf die Baustelle. jmr

Bürgermeister Heinz Reker sieht dem Ende der Bauarbeiten ebenfalls erwartungsvoll entgegen. „Das ist noch einmal ein wichtiger Abschnitt im nächsten Jahr“, sagt er. Neben dem Projekt „Lügde 2015“ stehen laut Reker die Ortschaften auf dem Zettel. „Die kommen im nächsten Jahr auf den Prüfstand. Wir wollen sehen, was dort alles liegen geblieben ist“, so der Bürgermeister. Was genau 2014 noch auf Lügde zukommt, kann er noch nicht sagen. „Das Tagesgeschäft ist häufig sprunghaft“, lacht er. Er freue sich auf die Lippertage. Außerdem steht die Positionierung der Stadt zum Pumpspeicherwerk steht noch aus.



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