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Kompensationsfläche für den neuen Nahversorgungsmarkt ermittelt / Buchen sollen gepflanzt werden

Hier wird gebaut, dort ausgeglichen

BAD PYRMONT. So mancher dürfte sich fragen, was denn ein Bau eines Einkaufsmarktes innerhalb des Stadtgebietes mit einer Aufforstung nahe der Bergdörfer zu tun haben soll. Nun, es geht dabei um sogenannte Kompensationsflächen, da mit der Baumaßnahme in der Stadt eine größere Fläche der Natur entzogen wird und somit eine ökologische Wertberechnung erfolgen muss.

veröffentlicht am 24.08.2018 um 16:18 Uhr

Derzeit entsteht an der Schillerstraße der neue Rewe-Markt. Foto: ti
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Klaus Titze Reporter
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Während parallel der Flächennutzungsplan zum „Nahversorgungsmarkt an der Schillerstraße“ bauleitplanerisch zur Erweiterung des Einzelhandelsbetriebes bearbeitet wird, ist auf einer externen Fläche eine Kompensation zu schaffen. Hierfür wurden laut Beschlussvorlage für die Bebauungsfläche an der Schillerstraße ökologische Werteinheiten des jetzigen Zustandes geschätzt und mit dem ökologischen Wert nach der durchgeführten Baumaßnahme verglichen. In diesem Fall ergäbe sich ein Verlustwert in Höhe von rund 1000 Werteinheiten, die nun auf einer anderen Fläche wieder ausgeglichen werden müssen.

Unternehmen beteiligt sich an den Kosten für die Anpflanzung der Buchen

Hierzu bietet sich laut Vorlage das Flurstück 27 in der Gemarkung Großenberg an, um auf rund 1360 Quadratmetern „Maßnahmen des ökologischen Waldumbaus umzusetzen“. Was heißen soll, dass dort statt der jetzt wachsenden Tuja und Fichten dem mittleren Klima angepasster Kalkbuchenwald angepflanzt werden soll. Mit dieser Aufwertung würde eine ökologische Wertsteigerung von 2319 Werteinheiten erzielt.

Um das zu erreichen, müsste eine Auflichtung des Nadelholzbestandes und eine Naturverjüngung neben der Anpflanzung der Buchen durch das Forstamt erfolgen. Schlussendlich würde dann auch ein nicht standortgerechter Bewuchs minimiert und auch so auch eine Aufwertung erreicht. Dabei erscheint für die Politik auch die Information wichtig zu sein, dass der Veranlasser der Baumaßnahme in der Schillerstraße, sprich Rewe, die anteiligen Kosten für 1000 Werteinheiten übernimmt.

Von dieser Sach- und Rechtslage nahm der Forstausschuss in seiner Sitzung ohne weiteren Wortbeitrag Kenntnis und stimmte einstimmig der Beschlussvorlage zu.



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