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Martina Schlichte macht aus Pyrmonter Semmeln in München kleine Kunstwerke

Hier wird die Domina aufs Brötchen genagelt

München/Bad Pyrmont (red). Die Heimat kann manchmal ein ganz einfaches Brötchen verkörpern. Helene, geboren als Martina Schlichte in Bad Pyrmont, verbindet damit jedenfalls eine glückliche Kindheit und ganz viel Kreativität. Und die musste jetzt raus.

veröffentlicht am 07.10.2010 um 15:29 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 01:41 Uhr

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Seit vielen Jahren lebt und arbeitet Helene in der bayerischen Landeshauptstadt. Jetzt war es Zeit für etwas Neues. Spontan inspirierte sie die Hochzeit von Viktoria von Schweden zu ihrem ersten Werk „Daniel und Viktoria“. Statt Leinwand und Pinsel zu kaufen, geht Helene allerdings für ihr Motiv „Domina“ schon mal in die Tierhandlung oder für „Genagelt“ in den nächsten Baumarkt, für Kleber und Nägelchen.

Nach der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Bad Pyrmonter Brötchen ist es Aufgabe des Fotokünstlers Heribert Salzbrenner, auch das Motiv ins rechte Licht zu rücken. Bei der Aufnahme zu „Kiss“ brauchte es sogar einen zweiten Anlauf mit neuen Brötchen. „Sie waren so störrisch, wie es den Originalen nachgesagt wird“, sagt Salzbrenner schmunzelnd.

Die Brötchen übrigens rettet die Pyrmonter Hotelinhaberin Martina Tigges-Friedrichs vor der Paniermehlpresse ihres Hotels und schickt sie per Postpaket ins bayerische Exil. „Mit den bayerischen Semmeln funktioniert meine Arbeit nicht“, klagt Helene. Ihre alte Schulfreundin Tigges-Friedrichs war deshalb Ehrengast ihrer ersten Vernissage in München.

4 Bilder
Bei der Vernissage-Eröffnung (von links): Martina Tigges-Friedrichs, Martina Schlichte und Heribert Salzbrenner. Fotos: Timo Bierbaum

Mit broetchenkunst.de wollen Schlichte und Salzbrenner den Betrachter zum Lächeln bringen. Tagesaktuelle Themen werden in ein neues Licht gerückt. Die Motive eignen sich zur persönlichen Interpretation gemäß dem Motto von Eugene Delacroix: „Kunst muss lebendig machen.“ Noch bis 24. November hängen die Werke von „Helene Brötchen und Kunst“ in der Kunstkammer in München. Die nächste Vernissage übrigens kann sich Helene durchaus in Bad Pyrmont vorstellen. „Hier muss ich wenigstens nicht erklären, was ein Brötchen ist“, sagt sie schmunzelnd.

Eine virtuelle Führung durch die Ausstellungseröffnung in München und die ausgestellten Bilder gibt es auch im Internet unter der Adresse

http://tinyurl.com/3ylxtj8

Weitere Informationen zur Künstlerin gibt es zudem unter der Adresse:

broetchenkunst.de

Auf Mehl geschlagene Kunstwerke: Auf dem großen Foto ist das Werk „Bauer“ zu sehen. Er sieht übrigens auch etwas. Auf den kleinen Fotos sind von oben nach unten die Werke „Feechen“, „Verliebt“ und „Rauchverbot“ zu sehen.



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