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Hier spielt die Musik

Bad Pyrmont kann Projekt in Kindergärten und Grundschulen fortsetzen

veröffentlicht am 04.06.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Bad Pyrmont. In Zeiten knapper Kassen hat es der Kulturbetrieb nicht leicht. Der Rotstift regiert. Die Pyrmonter Musikschule ist davon bislang nicht betroffen. Im Gegenteil. Jüngst hat das Land Niedersachsen die Mittel für das Musikalisierungsprojekt „Wir machen die Musik!“ für das Schuljahr 2013/ 14 um 200 000 Euro auf fast zwei Millionen Euro aufgestockt. Auch die Musikschule Bad Pyrmont profitiert davon. „Damit steht fest, dass wir alle Projekte in den Kindergärten in Bad Pyrmont und Aerzen fortführen können“, freut sich Musikschuldirektor Arnd Jubal Mehring.

„Die Aufstockung ist wichtig, weil jedes Jahr weitere Musikschulen dazustoßen“, erläutert er. Das Land Niedersachsen hat das Ziel ausgegeben, langfristig 80 Prozent in den Kitas und 30 Prozent aller Kinder in den Grundschulen zu erreichen. „Bei den Kitas erreichen wir 100 Prozent und bei den Grundschülern – denke ich – sind es auch schon 30 Prozent“, so der Musikschuldirektor. Seit fünf Jahren bietet die Musikschule das Programm in den Kitas an, hat damit bislang etwa 750 Kinder erreicht. „Für die Einrichtungen in Bad Pyrmont ist es wichtig, dass alle Kindergärten mitmachen, und das ist von Anfang an bis heute so geblieben“, berichtet Mehring. Zurzeit gibt es neun Projekte in neun Kitas, eine davon in Aerzen. Eine inklusive Kita-Gruppe im Reesenhof hat es jetzt sogar in einen Film des Landesverbandes Niedersächsischer Musikschulen geschafft, mit dem vier der insgesamt 568 Kooperationsprojekte von 73 niedersächsischen Musikschulen vorgestellt werden. Darauf kann Mehring stolz sein und ist es auch. Der Landkreis Hameln-Pyrmont steht mit seinen drei Musikschulen beim Musikalisierungsprogramm in Niedersachsen an vierter Stelle. Einen guten Anteil daran haben die Pyrmonter.

Mehrings Team versucht auch Grundschüler auf den Geschmack zu bringen, damit sie ein Instrument lernen. Aktuell gibt es mit zwölf Grundschulen in Bad Pyrmont, Aerzen und Emmerthal Kooperationsprojekte, an denen sich 127 Schüler beteiligen. In welchem Umfang diese Projekte im neuen Schuljahr angeboten werden können, ist noch nicht klar. „Das hängt von den Anmeldungen und den Unterrichtsstunden ab, die uns bewilligt werden.“ Die werden nach der Zahl der Kinder berechnet, die in der Stadt leben. Aber erfahrungsgemäß können nicht alle Musikschulen ihre bewilligten Stunden abrufen. „Die werden dann auf andere Musikschulen verteilt“, berichtet der Musikschuldirektor. Erst kurz vor dem Beginn des Schuljahres könne darum genau geplant werden.

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  • Freut sich: Musikschuldirektor Arndt Jubal Mehring. pr

Die meisten Schüler lernen laut Mehring Gitarre. „Es wäre schön, wenn sich noch mehr neue Blechbläser gewinnen lassen könnten“, stellt er fest. Nicht zuletzt die Blasorchester würden sich über Nachwuchs freuen. Am Samstag, 8. Juni, bietet die Musikschule in der Max-Born-Realschule um 9.30, 11 und um 14 Uhr Vorführveranstaltungen an und nimmt Anmeldungen von Erstklässlern für das Klassenmusizieren an.

Mehring ist optimistisch, dass die Musikschulen auch künftig die Unterstützung der Politik erfahren – sowohl in Bad Pyrmont (die Stadt unterstützt die Arbeit jährlich mit 70 000 Euro) als auch im Land. Was anderes hat er nicht gehört, auch nicht aus den Reihen der neuen Landesregierung. „Der Landtag hat die Mittel für das Musikalisierungsprojekt immerhin mit den Stimmen aller Fraktionen beschlossen“, weiß er, denn er ist auch auf Landesebene aktiv. Nach einer Unterbrechung von drei Jahren hat er sich jetzt erneut als Beisitzer in den Vorstand des Landesverbands der Musikschulen wählen lassen. Von dieser Arbeit dürfte auch seine Schule mit ihren etwa 900 Schülern profitieren.

Den Film über die Reesenhof-Gruppe gibt es auch im Internet unter www.youtube. com/user/vdmn2013.

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