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Prof. Gaudron ruft zur Vorsicht auf

„Herzschwäche wird als Gefahr unterschätzt“

Bad Pyrmont (red). Unter das Motto „Das schwache Herz: Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz heute“ hat die Deutsche Herzstiftung ihre diesjährige Herzwoche gestellt. Denn die Herzgesundheit ist ein von vielen oft unterschätztes Thema, wie Prof. Dr. med. Peter Gaudron meint. Er ist Chefarzt der Kardiologie, Angiologie, Internistischen Intensivmedizin, Gastroenterologie und der Inneren Medizin am Bathildiskrankenhaus Bad Pyrmont. Herzschwäche und Sekundentod seien unterschätzte Gefahren.

veröffentlicht am 20.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 11:41 Uhr

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„Weltweit sterben jährlich Millionen von Menschen an der chronischen Herzschwäche“, sagt Prof. Gaudron. Allein in Deutschland würden jedes Jahr über 260 000 Menschen aus dem Krankenhaus mit der Diagnose Herzschwäche entlassen. „Die Dunkelziffer dürfte jedoch noch deutlich höher liegen“, so Prof. Gaudron weiter. Dies hänge damit zusammen, dass sich die Herzschwäche oft schleichend über Jahre entwickelt, ohne dass Betroffene sich dieser Krankheit bewusst sind.

„Wenn erst einmal die typischen Beschwerden einer Herzschwäche wie Luftnot, Leistungsknick, nächtlicher Harndrang oder geschwollene Füße auftreten, ist die Herzkrankheit meist so weit fortgeschritten, dass die Lebenserwartung bereits stark gesunken und die Krankheit deutlich schwieriger zu behandeln ist“, warnt der Mediziner.

Den erschreckenden Zahlen zum Trotz, könne hier aber bereits frühzeitig etwas unternommen werden. Frühzeitig angewandte Spezialmethoden, wie sie auch im Bathildiskrankenhaus Tag für Tag und rund um die Uhr vorgehalten würden, könnten die schleichende Herzschwäche aufdecken, und durch eine besondere Behandlung kann diese aufgehalten werden. „Mit diesen Methoden sind wir in der Lage, praktisch schmerzfrei zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine sich entwickelnde Herzschwäche zu erkennen, noch bevor sie Beschwerden macht.“ Im nächsten Schritt kläre das Krankenhaus die Ursache der Herzschwäche, leite die spezifische Behandlung ein und entscheide darüber, ob die Gefahr eines Sekundenherztodes so groß ist, dass der Einbau eines Schrittmachers notwendig sei.

Veranstaltungen sind kostenlos

„Für die Betroffenen in Bad Pyrmont und Umgebung ist dieses Diagnostikangebot ein wichtiger Fortschritt in der wohnortnahen Versorgung von Herz- und Gefäßnotfällen“, sagt der Professor weiter. Es sei ein zentrales Anliegen von ihm und seinem Team, diese wohnortnahe Versorgung auszubauen. „Wir haben hier durch die Kombination mehrerer medizinisch-technischer Komponenten die Möglichkeit, unnötige Herzkatheter-Untersuchungen zu vermeiden und gleichzeitig eine hohe Sicherheit in der Diagnostik zu gewährleisten“, erklärt Prof. Gaudron und ergänzt: „Sofern es die Krankheit erlaubt, senden wir Patienten erst dann zur Herzkatheter-Untersuchung, wenn alle anderen diagnostischen Techniken zur Vorklärung dafür sprechen, weil wir damit einer großen Zahl unserer Patienten aus der Region die Belastungen und Risiken von Gefäßpunktion, Röntgenstrahlen und Kontrastmittel ersparen können.“

Sollte allerdings eine Herzkatheteruntersuchung notwendig sein, so sei diese jederzeit möglich. „Hierzu haben wir seit Jahren ein schnell funktionierendes Netzwerk mit Herzkatheterlaboren in der Umgebung geflochten, auf das wir rund um die Uhr zurückgreifen können.“ Besonders zu erwähnen sei dabei die reibungslose Zusammenarbeit mit den Herzkatheterlaboren in Hameln, Detmold und Holzminden.

Vor diesem Hintergrund wird die Deutsche Herzstiftung dem „Herz“ auch in diesem Jahr im Rahmen der Herzwoche besondere Aufmerksamkeit schenken. Es finden zum Thema „Das schwache Herz“ statt: Ein „Gesundheitsmarkt – Medizin zum Anfassen“ in der Wandelhalle statt, und Vorträge von Experten für Laien zu den Themen Früherkennung und Behandlung der Herzschwäche, Defibrillatoren bei Herzschwäche, Wiederbelebung für Laien im Kurtheater.

Der „Gesundheitsmarkt – Medizin zum Anfassen“ öffnet am Samstag, 24. Oktober, in der Zeit von 10 bis 14 Uhr in der Wandelhalle. Die „Vorträge von Experten für Laien“ finden am Freitag, 30. Oktober, in der Zeit von 18.30 bis 20 Uhr im Kurtheater statt.

Die Veranstaltungen der Kardiologie des Bathildiskrankenhauses Bad Pyrmont im Rahmen der diesjährigen Herzwoche unter der Schirmherrschaft der „Deutschen Herzstiftung“ sind alle kostenlos.



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