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„Ganze Kerle“: So bringt Regisseurin Sandra mit dem Ohnsorg-Theater die Weltstars ins Konzerthaus

Herrlicher Spaß um fünf Herren im Fummel

Bad Pyrmont. Was für eine Supershow: Tina Turner, Liza Minnelli, Mireille Matthieu und Nana Mouskouri auf einer Bühne – und alle im Pyrmonter Konzerthaus. Das Publikum tobt und klatscht und will sie gar nicht gehen lassen, die Männer des Ohnsorg Theaters. Zwei Stunden lang hatten sie, vor allem als Damen verkleidet, für herrliche Unterhaltung gesorgt und zum Finale die Zuschauer noch mit einer Travestie-Show beglückt

veröffentlicht am 03.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Sandra Keck, über viele Jahre im Schlosshof-Theater die erklärte Lieblingsschauspielerin der Pyrmonter, hat sich inzwischen beim Hamburger Ohnsorg als erfolgreiche Autorin und Regisseurin einen Namen gemacht. Sie war auch verantwortlich für die schwungvolle Inszenierung der Komödie „Ganze Kerle“ von Kerry Renard.

Dass es bei dieser Aufführung eine Travestieshow geben würde, war schon nach der Ankündigung klar. Sandra Keck ist es gelungen, nach etwas schleppendem Anfang die Erwartung der Zuschauer aufzubauen und die Spannung zu halten, bis in der letzten Szene die große Nummer kommt: Fünf ganze Kerle, im Alltag brave Paketboten mit ihrem Chef, schmücken sich mit Seidenfummeln, Straußenfedern, Pumps und Perücken (Ausstattung Christine Jacob) und lassen ihren Charme sprühen. Sie tanzen, um die Operation eines kleinen Mädchens zu sponsern.

Travestie, vor allem mit dem Playback prominenter Interpreten, ist immer ein Selbstläufer – wobei es sich meist um Männer in Frauenkleidern handelt, selten umgekehrt. Doch hier geht‘s auch einmal anders: Die Mutter eines Akteurs, gleichzeitig Chefin der verrückten Truppe, wandelt sich für die Show in einen kecken Kerl. Edda Loges spielt überzeugend die Rolle der modernen Lore Knocke, die sich ganz anders entpuppt, als ihr Muttersöhnchen es vermuten lässt.

Ihren verklemmten, doch sympathischen Sprössling Hinnerk verkörpert Markus Gillich. Seine Kollegen spielen Robert Eder als schlagfertiger, mit trockenem Humor gesegneter Paul, Frank Grupe als gutmütiger Georg und der junge Yilmaz Bayraktar als exotischer, unwiderstehlicher Manuel Rodriguez, viel zu schade für einen banalen Botendienst. Als Versandleiter agiert Till Huster.

Wie die fünf Männer die Schlager- und Filmgrößen singend und tanzend (Choreografie: Stephan Grühn) imitieren und karikieren, ist einfach klasse und entlockt den Zuschauern immer wieder Lachtränen. Da dürfen ruhig Klischees bedient werden: Am Ende zählt, dass alle im Saal sich glänzend amüsiert haben. Und zusätzlich gibt es, ganz aktuell, jede Menge Weihnachtslieder zu hören.

Travestie vom Feinsten zum Finale: Yilmaz Bayraktar, Robert Eder und Till Huster (v.li.) auf der Bühne des Pyrmonter Konzerthauses. Foto: Hei



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