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Hans A. Moeller hat als Rentner das Schreiben zu seiner Passion gemacht / Neues Buch über die Varusschlacht

„Hermann schlug die Römer in der Dörenschlucht“

Bad Pyrmont. Schreiben ist die Passion von Hans A. Moeller, und seit er im Ruhestand ist, hat er jede Menge Zeit dafür, „denn schreiben wollte ich schon immer“. Auf fast ein Dutzend Bücher hat es der 79-Jährige aus Bad Pyrmont bereits gebracht. Jetzt liegt sein neues Buch vor, in dem er sich mit der Varusschlacht beschäftigt. Titel: Hermann schlägt die Römer im Teutoburger Wald.

veröffentlicht am 23.04.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 08:21 Uhr

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Gelernt hat Moeller, der aus Berlin stammt, das Maurerhandwerk. Später wechselte er auf einen „trockenen und warmen Platz im Büro“ bei der Bundeswehr im Lippischen. Das Bauhandwerk lässt ihn aber auch als Rentner nicht los. „Alte Häuser vor allem interessieren mich, ob die blaue Moschee zu Istanbul, der Maurenbau in Granada oder die antiken Ruinen von Ephesus“, sagt er von sich selber. Sein Interesse an Geschichte endet aber nicht bei alten Steinen, sondern es sind die Menschen, die es ihm angetan haben. In seinen ersten Büchern befasst er sich mit einem Findelkind, dass während des Dreißigjährigen Krieges an der Straße nach Dorsten aufgelesen wird, heranwächst und dessen Enkel nach Boston auswandert.

Ein Luftwaffenpilot, eine Managerin, ein kalifornischer Anwalt und Arminius vom Stamm der Cherusker sind weitere Figuren seiner Bücher. In seinem jüngsten Werk befasst sich der Freizeitautor mit der Schlacht am Teutoburger Wald. „Das tatsächliche Geschehen vor 2000 Jahren wurde neu zusammengestellt und führt zu einem bisher unbekannten Verlauf der Ereignisse“, kündigt er seine Betrachtung an, für die er die neuesten Erkenntnisse verschiedener Forscher zusammengestellt hat. „Römische Geschichte hat mich schon immer interessiert.“

Kaiser Augustus in Rom setzte den Rechtsgelehrten Publius Quintilius Varus als Statthalter in Gallien ein und befahl ihm, Germania Magna zu romanisieren. Varus marschierte mit seiner kampfstarken Truppe bis ins Quellgebiet der Lippe. Arminius vom Stamme der Cherusker, den sie später auch Hermann nannten, war ranghoher römischer Offizier und durfte an seiner Tafel speisen. „Er hatte den Plan, die übermächtige Truppe mit den wenigen Germanenkriegern zu vernichten. Deshalb mussten die Römer in unwegsames Gelände geraten, wo ihnen nur ein mühsames Vorankommen möglich war“, schildert Moeller. „Der Kampf dauerte fünf Tage und endete in der Dörenschlucht nahe Detmold.“

Sein Buch, das in der „edition winterwork“ erscheint, stellt der Autor am 16. Mai um 19.30 Uhr im Bürgerzentrum Augustdorf vor – sozusagen am Ort des Geschehens.uk

„Alte Steine interessieren mich“, sagt Hans A. Moeller, hier bei einem Besuch der antiken Ruinen von Ephesus an der türkischen Westküste. pr

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