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Barntrup hat grundsätzliches Interesse

„Hemdsärmelige Lösung“ für Hagens Radweg?

Bad Pyrmont/Hagen (uk/jl). „Wir fahren viel Fahrrad“, sagt Erika Gant. „Aber nicht auf der Straße nach Barntrup, denn die ist ja lebensgefährlich.“ Deshalb würde es die im Pyrmonter Ortsteil Hagen lebende Rentnerin auch sehr begrüßen, „wenn man die alte Nato-Straße nehmen könnte“.

veröffentlicht am 03.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 03:41 Uhr

Erika Gant fährt hier nur fürs Foto, denn sonst ist ihr die Stra
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Erika Gant geht es wie den Politikern in Hagen. Sie wünscht sich eine bessere Anbindung in den nächstliegenden lippischen Ort. Die SPD im Ortsrat hat einen Radweg beantragt, und auch CDU-Ortsbürgermeister Andreas Müller hält es für nötig, in dieser Sache am Ball zu bleiben. Für Verwirrung hatte kürzlich allerdings die Meldung aus Barntrup gesorgt, dass man dort diesen Weg nicht als vordringlich ansehe. Manch ein Hagener sah das Vorhaben schon gescheitert.

„Es gibt sicherlich Wichtigeres, aber grundsätzlich haben wir natürlich Interesse an solch einem Radweg“, versicherte am Mittwoch Barntrups Bürgermeister Herbert Dahle gegenüber den Pyrmonter Nachrichten. Doch er hat ein Problem. „Die Nato-Straße ist sicherlich gut für Radfahrer, es gibt aber ein Teilstück, das davon abzweigt und in dem Zustand, wie es jetzt ist, sicherlich nicht geeignet ist. Es ist stark abschüssig und ausgewaschen und höchstens Mountainbikern zuzumuten“, so der Bürgermeister. „Die Verkehrssicherungspflicht für dieses Teilstück kann ich jedenfalls nicht übernehmen.“ Und eine Herrichtung dieses Weges, so nimmt er an, dürfte ziemlich teuer werden.

Für ihn geht es jetzt darum, eine Alternative zu suchen. Dass soll gemeinsam mit der Stadt Bad Pyrmont geschehen. Darum kümmern soll sich Heiko Wiebusch von der Hamelner Glf-Planungs- und Ingenieurgesellschaft, die das Leader-Gebiet sowohl auf niedersächsischer als auch nordrhein-westfälischer Seite betreut – nicht zuletzt wohl in der Hoffnung auf mögliche Fördermittel. Denn Dahle lässt keinen Zweifel daran, dass er nicht bereit ist, für den Radweg allzu viel Aufwand zu betreiben, sprich allzu viel Geld auszugeben. „Mir wäre eine hemdsärmelige Lösung sympathisch“, macht Barntrups Bürgermeister deutlich.

Lösung auch ohne Fördermittel?

„Wir arbeiten daran“, sagte Heike Wiebusch gestern auf Anfrage. Auf niedersächsischer Seite seien Fördermittel grundsätzlich möglich, auch wenn der Radweg auf Pyrmonter Stadtgebiet im Grunde fertig sei. Eine offene Frage sei es dagegen, ob auf nordrhein-westfälischer Seite Leader-Gelder fließen könnten. „Das müssen wir klären, wir werden aber eine Lösung finden, ob nun mit oder ohne Fördermittel“, zeigte sich der Regionalmanager optimistisch. Er will nun alle Beteiligten an einen Tisch bringen. Einen Termin gebe es aber noch nicht.



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