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Reihe mit zweiter Veranstaltung fortgesetzt

Heiteres Konzert im Orgelfrühjahr

BAD PYRMONT. Es war ein Konzert, das nicht nur instrumental interessant war, sondern auch in besonderer Weise der Jahreszeit entsprach: Heiter und mit viel Spielfreude, dabei aber auch künstlerisch anspruchsvoll und virtuos wurde die Reihe „Pyrmonter Orgelfrühjahr“ in der Christus-Stadtkirche fortgesetzt.

veröffentlicht am 15.04.2018 um 18:09 Uhr

Musik der Wiener Klassik war das Thema des Konzerts in der Christus-Stadtkirche Foto: Hei
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Karin Heininger Reporterin
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Musik der Wiener Klassik hatte der Leiter der Kantorei an der Stadtkirche, Dirk Brödling, für das zweite Konzert als Thema gewählt. Höhepunkt bildete die „Kleine Orgelsolomesse“ in B-Dur für Sopran, Chor, Streicher und Basso continuo von Joseph Haydn. Mit seinen sechs relativ kurzen Sätzen bot das Werk dem Chor schöne Möglichkeiten, sein musikalisches Niveau und seine Stimmenpräsenz eindrucksvoll zu entfalten. Und die Solistin Andrea Kleinmann integrierte sich mit ihrem schönen kraftvollen Sopran ausgezeichnet in das Ensemble, gab dem Werk eine strahlende Facette, ohne den gut geschulten Laienchor in den Schatten zu stellen.

Souverän begleitet wurde die Messe von Mitgliedern des Detmolder Kammerorchesters „La Rejouissance“: Gregor van den Boom und Matthias Müller-Seidlitz (Violinen), Sebastian Feron (Cello), Christina Stahl (Kontrabass) und Gregor Schwarz (Orgel). Schon vor diesem gelungenen Finale des Programms hatte das Instrumental-Ensemble gemeinsam mit Dirk Brödling an der Orgel zwei Konzerte gespielt, einmal von Joseph Haydn und dann von seinem Zeitgenossen Johann Albrechtsberger, einem österreichischen Domkapellmeister.

Auffallend bei beiden Kompositionen war die für ein Orgelwerk ungewöhnlich melodiöse, streckenweise fast tänzerische Leichtigkeit, die Brödling hervorragend wiedergab. Und auch der Wechsel in der Melodienführung gelang partnerschaftlich, sodass sich ein homogenes Klangbild ergab.

Andrea Kleinmann sang in dem „Ave Regina“ von Michael Haydn und dem „Salve Regina“ von Matthias Crudeli eindrucksvoll den Solopart, bevor sie mit Mozarts bekanntem „Laudate Dominum“ das Kirchenschiff mit dem betörenden Klang ihres Soprans erfüllte. Am Ende des Konzertes gab es nach zunächst respektvollem Schweigen viel Beifall für die Künstler.

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