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„Shine A Light modern choir“ mit umfangreichem Liedgut im Konzerthaus

Heimeligkeit des Kurtheaters fehlt

BAD PYRMONT. Immerhin: Verhindern konnte die Sperrung des Kurtheaters das „Shine A Light“-Konzert am Freitag nicht, weil das Staatsbad kurzfristig das Konzerthaus zur Verfügung stellte. Und der große Saal bot wesentlich mehr Besuchern Platz, so das mancher erstmals eine Karte für ein Konzert der 27 Akteure ergatterte.

veröffentlicht am 23.09.2018 um 20:13 Uhr

Singen unterm Wassermann: Der Chor beim „Aquarius“-Teil seines Medleys auf der Bühne des Pyrmonter Konzerthauses. Foto: Ti
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Autor

Klaus Titze Reporter
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Aber als so ganz ideal erwies sich der kurzfristige Wechsel aus der heimeligen Atmosphäre des alten Theaters auf die wesentlich geräumigere Konzerthaus-Bühne nicht. Denn irgendwie schien die überschwappende und begeisternde Unmittelbarkeit zwischen dem Ensemble, das sein das Publikum sonst oft schon in der Anfangsphase zu Begeisterungsstürmen hinreißt, und den Zuhörern an diesem Abend irgendwie verlorengegangen zu sein.

Bezeichnend: der Abschluss-Song „Africa“ von Toto. Der Chor gestaltete ihn zwar stimmungsvoll und lebendig mit Gewittereffekten sowie einem über den Köpfen des Chores schwebenden Elefanten und viel mit choreografischer Fantasie. Dennoch setzte nach dem letzten verklungenen Ton zunächst nur verhaltener Applaus ein, der sich dann aber doch noch zu begeistertem Trampeln steigerte, während das Publikum lauthals Zugaben einforderte.

Jauchzende Zustimmung gab es während des Konzerts allerdings nach jedem Song. Das zeigte – trotz der Konzerthausatmosphäre – wieviele viele Herzen dem Chor zugetan sind. Sind es doch gerade die immer wieder auch überraschenden Kostümierungen, Maskeraden oder choreografisch passende Bewegungselemente, die die Auftritte der Gruppe prägen. Hinzu kommen gelegentliche witzige Einlagen. So, als Dirk Lewandowski das Mikrophon locker pfeifend aus der Ecke holte und vor dem Chor aufstellte.

Stimmlich nah dran an Mick Jagger: Dirk Lewandowski bei seinem Solo. Foto: Ti

Ebenso hat sich der Chor eine besondere Eigenart bewahrt. Mehreren Mitgliedern wird in Liedstücken eine Solo-Stimme ermöglicht. Diese Chance nutzten alle mit gelungenem und sicherem Vortrag.

So kam Dirk Lewandowski mit seinem Solo in „It’s All Over Now Baby Blue“ dem „Rolling Stones“-Frontmann Mick Jagger stimmlich durchaus nahe und bescherte so manchem Fan eine Gänsehaut. Überhaupt prägten eher ruhige „Soft-Songs“ den Ablauf, wie „Tears In Heaven“, „Only Time“ oder „The Sound Of Silence“. Hierzu passte auch das vom Chorleiter Volker Vormann solo gespielte Klavierstück „Oksana“. Zu der Melodie war die ukraninische Eiskunstläuferin Oksana Bajul 1994 in Lillehammer Olympiasiegerin geworden. Vormann erhielt für seinen Vortrag donnernden Applaus.

Mehr Schwung entstand nach der Pause durch ein aus zehn Songs bestehendes Medley unter anderem mit dem „Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show sowie „Aquarius“ und „Let The Sunshine In“ aus Hair. Hier klatschte das Publikum rhythmisch mit.

Besonders fetzig wurde es dann noch mit Eva Vormanns „Li-La-Ley“, einer Eigenkomposition über den lustigen Farbenwechsel eines grauen Alltags hin zum Buntsein und damit zur Lebensfreude. Diese Lebensfreude sprang dann unmittelbar auf den Saal über und brachte das Publikum zum Jubeln.



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