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Hospizverein sieht Auswirkungen des Runden Tisches / Heinrichsrüscher scheidet aus Vorstand aus

Heime fragen mehr nach Sterbebegleitungen

Bad Pyrmont (stef). Ein zunehmende Nachfrage nach Sterbebegleitungen in Pflege- und Altenheimen hat der Pyrmonter Hospizverein registriert. „Im vergangenen Jahr haben wir 32 Menschen begleitet, das sind 20 mehr als im Jahr zuvor“, berichtete die Koordinatorin des Hospizvereins, Hildegard Cramer, anlässlich der Mitgliederversammlung.

veröffentlicht am 19.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 13:41 Uhr

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„Dafür gab es deutlich weniger Begleitungen zuhause,“ ergänzte sie. Den Grund für diese Entwicklung in den Pflegeheime sieht Cramer im Runden Tisch und den damit verbundenen engen Kontakten zwischen Hospizverein und Instituten wie Kirchen, Krankenhausseelsorge, Hausärzten, Pflegeeinrichtung, Seniorenbeirat und Sozialamt. „Es ist einfach, sich anzusprechen, wenn man Gesichter kennt“, erklärt sie. „Weggebrochen“ seien hingegen die Begleitungen in den Hospizheimen. „Dort hat sich in den letzten Jahren die Aufenthaltszeit der Sterbenden so verkürzt, dass Pflege und Begleitung vollständig von den Hospizschwestern geleistet werden kann“, so Cramer. Für eine Begleitung von außerhalb, basierend auf einer zwischenmenschlichen Beziehung, fehle ihnen oft Kraft und Interesse.

Auch die Vorsitzende des Hospiz-Vereins, Annette Kleine-Gödde, zeigt sich mit den Vereinsentwicklungen sehr zufrieden: „Wir sind im letzten Jahr sehr gut angenommen worden.“ 133 Menschen haben die Vereinsmitglieder in den Tod begleitet, 10 mehr als 2007.

Kritik übte Kleine-Gödde lediglich am Palliativstützpunkt Hameln-Pyrmont/Hildesheim, der für eine umfassende Verknüpfung der Hospizarbeit sorgen soll. „Doch der Stützpunkt ist so wenig aktiv wie nie zuvor.“

Zu einer Änderungen kam es im Vorstand. Pfarrer Walter Heinrichsrüscher (Foto) trat als zweiter Vorsitzender zurück, was er seit der Gründung des Vereins vor 15 Jahren war. „Natürlich war es eine Herausforderung, im Nachhinein bin ich aber dankbar für diese Aufgabe“, zog er ein Fazit. „Je mehr man sich mit dem Tod beschäftigt, desto mehr spürt man, wie kostbar das Leben ist.“

Sein Nachfolger ist Diakon Herbert Grondmann. Schriftführerin Ruth Berge trat ebenfalls zurück, um sich ihrer neuen Aufgabe im Verein als angestellte Kraft widmen zu können. Nachfolgerin ist Regina Stelter.



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