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Heimbewohner leben mit Hühnern und Hasen

Bad Pyrmont(Hei). Frau Herta B. hat heute keinen guten Tag. Teilnahmslos sitzt sie in ihrem Rollstuhl im Gemeinschaftsraum der Betreuungseinrichtung „Haus am Moorteich“. Doch als eine Mitarbeiterin des Hauses mit Findus in den Raum kommt und ihn der Seniorin auf den Schoß setzt, löst sich ihre Lethargie allmählich und sie beginnt, den kleinen weißen Hasen zu streicheln. In diesem Heim gehören auch Tiere zu den Bewohnern.

veröffentlicht am 01.02.2010 um 15:34 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 23:21 Uhr

Huhn
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Bad Pyrmont (Hei). Frau Herta B. hat heute keinen guten Tag. Teilnahmslos sitzt sie in ihrem Rollstuhl im Gemeinschaftsraum der Betreuungseinrichtung „Haus am Moorteich“. Doch als eine Mitarbeiterin des Hauses mit Findus in den Raum kommt und ihn der Seniorin auf den Schoß setzt, löst sich ihre Lethargie allmählich und sie beginnt, den kleinen weißen Hasen zu streicheln. Auch Erhard B., der eben noch still in einer Sofaecke saß, blüht sichtlich auf, als er das weiche Fell des Tieres und die Schnuppernase spürt. Der blinde Senior hängt ganz besonders an dem niedlichen Mümmelmann.
 Findus ist eins von einem Dutzend hauseigener Tiere, die seit einiger Zeit zum festen Bestand und zum soziotherapeutischen Angebot des Pflegeheimes in der Straße Am Moorteich gehören. ,,Tiergestützte Pädagogik und Fördermaßnahme“ nennt sich das Projekt, das durch die Ausbildung einer Mitarbeiterin fachlich untermauert wird. Irene Kessemeier wurde 16 Monate lang am Institut für soziales Lernen mit Tieren in Wedemark geschult.
 ,,Kleintiere, zum Beispiel Ziervögel, gehörten immer schon zu unserem Haus“, erzählt der Leiter des Sozialdienstes, Rainer Schmeinck. ,,Auslöser für dieses Projekt war dann aber die Aufnahme einer Bewohnerin, die zu Hause viele Katzen hatte und der wir eine Katze in ihrem Zimmer erlaubten. Dann merkten wir, dass auch andere Bewohner sich für das Tier interessierten und dadurch viele soziale Kontakte zustande kamen. Wir begannen, uns mit dem Thema tiergestützte Pädagogik, dem auch Studien aus den USA zugrunde lagen, näher zu beschäftigen.“



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