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Vorsitzende fragt nach Parkkonzept

Heimatbund fragt nach Autos im Kurpark

BAD PYRMONT. Geparkte Autos im Kurpark – das geht nach Auffassung vieler Pyrmont gar nicht. Doch das Staatsbad nutzt das denkmalgeschützte Gelände immer wieder, um Teilnehmern von Veranstaltungen nahe Parkmöglichkeiten zu bieten. Der Pyrmonter Heimatbund seht das kritisch und fragt nach einem Parkraum-Konzept.

veröffentlicht am 12.03.2018 um 15:22 Uhr
aktualisiert am 12.03.2018 um 17:22 Uhr

Auf der Springbrunnenallee wird oftmals geparkt. Foto: pr
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Nachdem die Pyrmonter Nachrichten Ende Januar darüber berichtet hatten, dass auf der Springbrunnenallee Autos parkten, erreichten mich viele besorgte Anfragen“, berichtet die Heimatbund-Vorsitzende Adelheid Ebbinghaus, die diese Sorgen grundsätzlich teilt. „Im Prinzip geht das nicht. Wenn wir Denkmalschutz haben, dann gilt der Denkmalschutz auch“, stellte sie im Gespräch mit dieser Zeitung fest. Allerdings maße sie sich nicht an, angesichts der Herausforderungen, vor denen ein Kurort wie Bad Pyrmont stehe, eine vorschnelle Entscheidung zu treffen. „Ich weiß, dass sich Bad Pyrmont im harten Wettbewerber befindet und dass sich der Kurpark bezahlt machen muss, denn die Unterhaltung und Pflege kosten viel Geld“, so Ebbinghaus.

Mittlerweile habe sich der Vorstand des Heimatbundes mit dem Thema befasst, berichtet sie. Daraus resultierten zwei Fragen, die sie anlässlich der jüngsten Ratssitzung öffentlich an die Stadt stellte. Zum einem will sie wissen, wie es mit dem Parken im denkmalgeschützten Kurpark weitergeht und ob es dazu im Dialog mit dem Staatsbad Überlegungen gebe. Zum anderen interessiert sie, ob bei der gerade wieder aufgenommene Stadtentwicklungsplanung daran gedacht sei, ein gemeinsames, zukunftsweisendes Parkraum-Konzept einzubeziehen, was dringend geboten scheine, was es ihres Wissens nach aber nicht gebe. „Ich bin gebeten worden, das Thema im Rat anzusprechen, um die Öffentlichkeit dafür auf breiter Basis zu sensibilisieren“, begründet sie ihren Schritt. Zuvor habe sie mit Bürgermeister Klaus Blome und Kurdirektor Maik Fischer darüber gesprochen und sei bei beiden auf sehr viel Offenheit, Verständnis und Bereitschaft gestoßen.

Information

Vortrag

„Die park-urbane Mitte von Bad Pyrmont“ lautet der Titel eines Vortrags mit dem Hamburger Architekten Karl Siegmann, zu dem der Heimatbund am Freitag, 16. März, um 15.30 Uhr ins Hotel Steigenberger einlädt. Siegmann, ein Bewunderer der Hauptallee, und des Kurparks, kündigte an, auch eine kritische Anmerkung zu der „Pakier-Situation“ im Kurpark zu machen. Der Eintritt ist frei.

Es gehe ihr dabei nicht um Schuldzuweisungen. Ihr sei bewusst, dass es um ein sehr komplexes Thema gehe, welches letzten Endes für den Kurort in der „Zwickmühle“ gipfeln könnte. „Die Abwägung von zwei grundsätzlichen Erfordernissen – Denkmalschutz oder moderne Zeiten? Wie kann so etwas zukunftsfähig und zum Nutzen von Bad Pyrmont gestaltet werden? Oder als Wortspiel auf zwei Worte verkürzt: Kurpark oder Park-Uhr.“

Ebbinghaus will nun zunächst die Antworten von Blome und Fischer abwarten, um danach zu entscheiden, wie sie weiter mit diesem Thema umgehen wird. Allerdings betont sie, dass die Grundlage für den Umgang mit dem Kurpark die Vorgaben des Denkmalschutzes und das vor 20 Jahren verfasste 250-seitige Parkpflegewerk sei, das noch heute gelte. „Darin wird dargelegt, dass der Kurpark keine Einzelschöpfung ist, sondern als Gesamtkuranlage in den historischen Strukturen der Stadt zu sehen ist.“

Mein Standpunkt
Hans-Ulrich Kilian
Von Hans-Ulrich Kilian

Parken vor der Tür, um es so bequem wie möglich zu haben. Wer möchte das nicht? Dafür aber die „Oase der Ruhe“, wie das Staatsbad den Kurpark bewirbt, zweckentfremden, geht gar nichts. Wir wäre es mit einem Shuttledienst zu den Parkplätzen an der Südstraße, wenn das für das Tagungsgeschäft Voraussetzung ist? Autos haben im Kurpark jedenfalls nichts verloren. Zumal auch nicht ausgeschlossen ist, dass die Bäume darunter leiden.

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