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Altenauplatz: Die Pyrmonter Politik möchte Dieter Hilpert nicht verärgern und gleichzeitig die Nachbarn beruhigen

Heikle Diskussion über ein sensibles Gebiet

BAD PYRMONT. Mit Sorge wird in der Pyrmonter Politik das angespannte Verhältnis zwischen Dieter Hilpert und den Nachbarn verfolg, die ihre Bedenken gegen den Neubau in der bisher bekannten Dimension im Zuge der Bauleitplanung geäußert habe. Allen Fraktionen ist es zum einen wichtig, den Nachbarn zu versichern, dass ihre Bedenken Gehör finden aber auch, dass die schon seit langem leer stehenden Pensionen „Haus Rieth“ und „Kurhaus am Park“ dem Neubau weichen, denn mit dem gegenwärtigen Zustand ist auch niemand zufrieden.

veröffentlicht am 31.05.2016 um 11:40 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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„Unsere Aufgabe ist es, zu deeskalieren und nicht zu emotionalisieren“, rief die CDU-Fraktionsvorsitzende Ursula Körtner jüngst im Bau- und Umweltausschuss zur Sachlichkeit in der Diskussion auf. „Wichtig dabei ist, dass alle Bedenken und Ängste sehr intensiv abgearbeitet werden“, stellte sie fest und bescheinigte Stadt und Planer, dass das bislang getan worden sei. Sie machte aber auch deutlich, dass der Neubau ihrer Meinung nach nicht nur ein sehr anspruchsvolles Vorhaben sei, sondern auch ein wichtiges Investment für das Heil- u Kurbad. „Es wird höchste Zeit, dass dieser erbärmliche Missstand beseitigt wird“, betonte sie und nennt die beiden leer stehenden Häuser „Rattenburgen“.

So drastische Worte waren aus den Reihen der anderen Fraktionen nicht zu hören. „Es ist berechtigt, dass die Anwohner Sorgen haben, und es ist Sinn und Zweck der Auslegung, dass sie ihre Bedenken vortragen“, meinte Uwe Schrader von der SPD. „Diese Bedenken und Sorgen werden sehr wohl wahrgenommen und abgewogen“, ist der Eindruck von Adelheid Ebbinghaus (Pyrmonter Bürgersinn) nach einem Gespräch mit dem Baudezernenten. „Dieses sensible Gebiet erfordert einen sensiblen Umgang“ stellte sie fest und nahm die Nachbarn in Schutz: „Es geht ihnen nicht um die Verhinderung des Neubaus.“ Doch genau das steht auf dem Schild, dass Dieter Hilpert vor wenigen Wochen an den alten Häusern hat anbringen lassen. „Von Pyrmonter Bürgern verhindert“, steht dort bekanntlich zu lesen. „Warum ist die Situation so eskaliert?“, fragte sich Leonie Glahn-Ejikeme (Grüne). „Fehlt es dort an nachbarschaftlicher Kommunikation?“Von dem Schild wurde seinerzeit auch der Baudezernent überrascht. „Es wäre schön gewesen, wenn Herr Hilpert und gefragt hätte – hat er aber nicht“, so Schmitt. Kritik an dem Schild wurde von keiner Fraktion geübt.

Er berichtete von aktuell intensiven Abstimmungen zwischen dem Bauherren, den Planern den Fachbehörden und dem Baudezernat. Der Politik ist das Thema offenkundig so wichtig, dass der Ausschuss auf Vorschlag von Körtner entschied, sich künftig regelmäßig unabhängig vom Fortschritt des Bauleitverfahrens einen Sachstandsbericht geben zu lassen. Genau so geschieht es seit geraumer Zeit auch mit den Neubauten der Bad Freienwalder Brücke und des Humboldt-Gymnasiums.

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