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Ulrike Dangendorf spielt im Rahmen der „Neersener Konzerte“ in der Pauluskirche

Hausgeister, Ziegen und wallende Nebel

Neersen. Mit geschlossenen Augen sitzt sie im Altarraum des wunderhübschen Kirchleins in Neersen und entlockt diesem Instrument, welches in vielen Ländern und musikalischen Stilrichtungen zu Hause ist, Töne – perlende, fröhliche, melancholische, mystische, leise und wieder heftig anschwellende.

veröffentlicht am 23.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 13:21 Uhr

Ulrike Dangendorf. Foto: nic

Autor:

Dagmar Nickelsen
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Die zarte Person, die mit ihrem schwarzen Cape, das Akkordeon umgeschnallt, irgendwie an den Rattenfänger erinnert, versteht es auch genau so, ihre Zuhörer einzufangen in ihre Geschichten, die sie mit dem Akkordeon in Klänge fasst. „Aus tönender Luft“ heißt ihr Programm, und so lässt sie den Wind erzählen, die Gräser und den Nebel, entführt in die tadschikische Bergwelt oder lässt die Hausgeister eines uralten Fachwerkhauses sprechen.

Immer gibt es einen persönlichen Bezug, ein Erlebnis, einen Moment, der Ulrike Dangendorf berührte und inspirierte. So entstanden ihre musikalischen Geschichten, bei denen der Bezug zur Natur besonders auffällt. Ihre letzte CD nennt sie dann auch „Brombeerschnee“, ein Titel, der auch aus so einem besonderen magischen Moment heraus umgesetzt wurde.

Was noch auffällt: In fast allen Kompositionen Dangendorfs – zumindest in diesem Programm – ist der slawische Einschlag unverkennbar. Brilliert sie eben noch im Stil eines französischen Musettewalzers, fällt sie gleich wieder in diese schwermütigen, die Seele berührenden Klänge, die man von russischen Volks-weisen kennt. Sogar wenn sie in ihrer Ith-Suite in der Schönheit ihrer heimatlichen Umgebung schwelgt, gleitet sie in diese slawische Färbung.

Das ist eben ihr Stil – sie beherrscht ihr Akkordeon virtuos, und sie scheint sich beim Spiel genau in dieser kleinen Welt zu befinden, die sie eben musikalisch beschreibt. Da fliegen beim Tango schon mal die Haare, wiegt sich ihr Körper, wenn sie die ewig rollenden Wellen der Nordsee „spielt“. Der Stiftung ist zu danken, dass sie dieses klangschöne Erlebnis mit Ulrike Dangendorf möglich gemacht hat.



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