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Brandschutz ist auch Thema beim Grundeigentümerverein

Haus & Grund sieht Handlungsdruck in Bad Pyrmont

BAD PYRMONT. Zum Thema Brandschutz meldet sich jetzt auch der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein zu Wort: Es könne nicht sein, dass die für Bettenvermieter in der Kurstadt existenzbedrohenden Folgen von Landesgesetzen hier einfach hingenommen würden und man dem Niedergang nur zuschaue, kritisiert Michael Rausch.

veröffentlicht am 15.08.2018 um 15:29 Uhr

„Hier muss die kommunale Politik, vor allem jedoch der Bürgermeister allen vorangehen. Michael Rausch Geschäftsführer Haus & Grund
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Klaus Titze Reporter
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„Hier muss die kommunale Politik, vor allem jedoch der Bürgermeister allen vorangehen“, betonte der „Haus & Grund“-Geschäftsführer während der Hauptversammlung des Vereins am Dienstagabend im „Alten Zollhaus“.

Damit wiederholte er die Forderung, die Bad Pyrmonts Dehoga-Chef Arnoldus van Iersel vom Vorabend beim gemeinsamen Sommerfest des Kur- und Verkehrsvereins, des Hiotel- und Gastsättenverbandes, der Werbegemeinschaft und der Tourismusgesellschaft vorgetragen hatte (wir berichteten). Rausch wörtlich: „Der Bürgermeister ist der von den Bürgern gewählte Vertreter und somit auch verpflichtet, sich für die Bürger und die Stadt einzusetzen.“ Dass hier gehandelt werden müsse, sei nach den Schließungen der ersten beiden Hotels im Herzen der Stadt doch wohl ausreichend deutlich geworden. „Hier wird meines Erachtens das Gebot der Verhältnismäßigkeit völlig außer Acht gelassen. Muss denn alles sofort und bis ins kleinste Detail Kosten verschlingend umgesetzt und dabei schließlich die Existenz des Betriebes aufs Spiel gesetzt werden?“, monierte Rausch, der als Kommunalpolitiker selbst für die CDU im Stadtrat sitzt. Sein persönliche Mutmaßung: Die in Hameln in Sachen Brandschutz tätigen Entscheider hätten die Konkurrenzstadt Bad Pyrmont besonders auf dem Kieker.

Schaue man beispielsweise in den zwar umschlossenen, jedoch nach oben hin offenen Schlosshof, der von Brandschutzfachleuten als geschlossenes Gebäude eingestuft und somit den strengen Brandschutzregeln unterzogen werde, dann frage man sich doch: „Was soll denn hier eigentlich brennen können? Doch höchstens die Schirme. Und dafür eine derart einschränkende Zulassung der Besucherzahlen bei Veranstaltungen trotz inzwischen zweier Fluchtgerüste und der breiten Zufahrt?“ Rausch sieht das als „Irrwitz“.

Die Gäste Bad Pyrmonts hätten ein großes Interesse nicht nur am besonderen Flair der Bauten und Anlagen, sondern auch am umfangreichen, hochklassigen Kulturangebot. Dies alles setze man aufs Spiel und leite sehenden Auges den Niedergang der Kurstadt ein. Aber vielleicht käme es ja auch einigen Landespolitikern gelegen, wieder einmal die Sonderstellung des Staatsbades zu hinterfragen.



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