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25 Teams treten gegeneinander an

Harte Kämpfe Rad an Rad

BAD PYRMONT/HAGEN. Infernalischer Zweitakterlärm dröhnte am Wochenende über den Hagen bei „Ruhmanns Tannen“, Massen von Zuschauern umstanden die neue und kurvenreiche Rennstrecke und Zentner von Staub wehten im Sonnenlicht gen Eschenbruch.

veröffentlicht am 02.09.2018 um 18:48 Uhr

Die Teilnehmer des Mofa-Rennens lieferten sich harte Kämpfe. Dabei wurde eine Menge Staub aufgewirbelt. Foto: rr
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Der MC Hagen hatte zu seinem traditionellen jährlichen Mofarennen geladen und 25 Teams mit ihren 50 Kubikzentimeter-Feuerstühlen traten an. Im Fahrerlager kehrte man demonstrativ Gelassenheit heraus, werkelte noch kurz vor dem Start an den Maschinen herum und tankte schon mal ein Bier.

Je Team waren fünf Personen zugelassen, davon maximal drei Fahrer und zwei Mechaniker, jedoch Boxenluder in unbegrenzter Anzahl. Und während die letzteren die anderen bei Laune hielten, stiegen die Fahrer in ihre schwarzen oder teils quietschbunten Monturen, bei denen ein Rückenprotektor Pflichtbestandteil war, tuckerten zur Rennstrecke und nahmen hinter zwei Quads Aufstellung. Es sollte ein fliegender Start erfolgen, der nach einer Einführungsrunde freigegeben wurde, die Ortsbürgermeister Andreas Müller und Stadtbürgermeister Klaus Blome als Quad-Soziusse absolvierten. Dann der Start und den Gasgriff bis zum Anschlag gedreht, stob die Meute los, die grobstolligen Reifen griffen in den harten lehmigen Boden, und die ersten Zuschauer flohen an die Nordseite des Geländes. Dort ließ es sich atmen, von dort konnte man gut zuschauen, denn von da wehte die riesige Staubfahne zur gegenüberliegenden Seite in Richtung Fahrerlager und Feiergelände.

Es war eine Herausforderung für Mensch und Maschine. Zwei Stunden lang fuhr die Meute gegen den Uhrzeigersinn über den Parcours, dann wurde das Rennen unterbrochen und noch einmal zwei Stunden in der Gegenrichtung fortgesetzt. Sieger wurde, wer zum Schluss die meisten Runden absolviert hatte, was einen richtigen Härtetest darstellte, auch wenn sich pro Team drei Fahrer den Einsatz teilen konnten. Ein wahrer Knochenjob für Wirbelsäulen, Arme und Gesäße, ein Zuverlässigkeitstest für die Mofas. Wenn da der Staub den Luftfilter zusetzte, war für das betroffene Team das Rennen zu Ende und es kam auch tatsächlich zu einigen technisch bedingten Ausfällen. Stürze gingen allesamt glimpflich aus, doch hatten die Streckenposten gut damit zu tun einige Fahrer, die auf dem Kurs hängen blieben, in die Sicherheitszone zu bugsieren. Bloß weg von der Strecke, denn da tobte der Kampf Rad an Rad.

Ziemlich schnell hatte sich das Feld sortiert, schossen die einen mit Profi-Attitüde um die Kurven, das Bein tapfer herausgestellt und manchmal gefährlich schlingernd, andere tuckerten gemächlich über das Gelände. Ankommen war das Ziel und in die Wertung gelangen, was den Liegengebliebenen nicht so vergönnt war.

Die teils abenteuerlichen Gefährte, die selten aussahen wie die typischen Mofas sondern eher wie „große“ Motocross-Maschinen oder eine Kreuzung aus Easy Rider und Tretroller, hielten jedoch größtenteils durch. Pünktlich nach vier Stunden Renndauer beendete die schwarz-weiße Fahne das Spektakel und wie schon im Vorjahr wurde das Team „AS Racing“ mit den Fahrern Simon und Jonas Schlieker sowie Sascha Sender als Sieger abgewunken. Den zweiten Platz belegte „madmecksracing“ mit Phillip Pennartz, Marek Hellmich und Niclas Brühl, den dritten Rang sicherte sich das Team „MC-Lügde Friends of Motorbikes“ mit Mario Stumpe, Tim Schneidewind und Niklas Leßmann. Die Lokalmatadoren vom „MC Hagen“ mit Robin Klos, Andreas Grünewald Katja Wehrhahn eroberten den vierten Platz.



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