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Weil kaum jemand öffentliche Telefone nutzt, setzt die Telekom jetzt zum Kahlschlag in den Ortsteilen an

Handy am Ohr – Zelle kann weg

Bad Pyrmont. Die letzten alten postgelben Telefonzellen sind schon vor drei Jahren aus dem Stadtbild von Bad Pyrmont verschwunden und – zum Teil – durch Telefonsäulen ersetzt worden. Ein Jahr später wurden auch diese Standorte reduziert. Jetzt legt die Telekom erneut nach. Betroffenen sind vor allem die Ortsteile.

veröffentlicht am 29.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:21 Uhr

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„Die Telekom hat uns mitgeteilt, dass noch in diesem Jahr insgesamt 13 Standorte abgebaut werden“, berichtete jetzt Hans-Joachim Böhnke von der Stadtverwaltung. Der Grund: Sie würden nicht mehr genutzt und könnten darum auch nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Eine Folge des Siegeszuges des Handys.

Betroffen sind laut Böhnke Standorte in Kleinenberg, Baarsen, Großenberg, Hagen, Löwensen, Thal und Eichenborn sowie in der Winzenbergstraße, der Bahnhofstraße, der Schellenstraße, der Solbadstraße, der Schillerstraße und der Hermannstraße in Bad Pyrmont.

„Vorerst bleiben die wenigen Standorte im Zentrum und an den Kliniken erhalten“, so Böhnke. Immerhin stehen hier einige der modernen „Telekommunikationsstandorte“. So nennt Telekom die Stationen, die nicht nur über ein Telefon verfügen, sondern zusätzlich über einen Internetzugang und einen Hotspot, der es Mobiltelefon-Nutzern ermöglicht, mit dem eigenen Smartphone online zu gehen.

Selbst die modernen „Telekommunikationsstandorte“ der Telekom wie das öffentliche Telefon samt Internet-Hotspot vor der Stadtsparkasse in der Pyrmonter Brunnenstraße setzen Moos an. Dieser Apparat soll aber als einer von ganz wenigen erhalten bleiben. uk

Vor zwei Jahren hatte die Stadt Bad Pyrmont dem damaligen Abbau nur unter der Maßgabe zugestimmt, dass keine weiteren Standorte mehr verschwinden. Dabei verwies die Verwaltung auf die gesetzliche Vorgabe, dass die Grundversorgung mit öffentlichen Telefonen gewährleistet bleiben müsse. Jetzt hat sie resigniert. „Dagegen kann man offenbar nichts machen“, so Böhnke. uk



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