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Am Sonntag findet die Meinungsumfrage zum Ehren- und Kriegerdenkmal statt

Hagen vor der Abstimmung

Hagen. Offizielle Versammlungen vor dem Kriegerdenkmal vermittelten an Volkstrauertagen bis in die 70er Jahre hinein den Eindruck eines staatsnahen Krieger- und Heldengedenkens, waren doch die Ehrenmale zumeist nach dem Ende des I. Weltkrieges entworfen und errichtet, später mit den Namen der Toten des II. Weltkrieges ergänzt worden. Inzwischen gedenkt auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nicht nur vor allem der deutschen Gefallenen, sondern auch anderen Opfern von Verfolgung, Gewalt und kriegerischen Auseinandersetzungen. Für den Rest des Jahres werden die zumeist heroisch gestalteten Mahnmale kaum wahrgenommen. Beispielweise an dem Bad Pyrmonter Ehrenmal in der Schlossstraße gehen oder fahren Passanten kaum innehaltend vorbei. Anders, so vermutet der Ortsrat Hagen, dürfte es wahrscheinlich auf dem Holzhäuser Friedhof oder ähnlichen Orten der Erinnerung und Trauer sein, wenn Angehörige ihre Verstorbenen aufsuchen und dabei die Gedenktafeln der Gefallenen passieren.

veröffentlicht am 29.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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Vor dieser Ortswahl- und Mahnmalentscheidung stehen am kommenden Sonntag, 1. Dezember, 1140 Einwohner des Ortsteils Hagen. In der Zeit von 9 bis 17 Uhr können sie im Feuerwehrhaus des Ortes bei einer vom Ortsrat initiierten „Meinungsumfrage“ über das künftige Gedenken in ihrem Ortsteil entscheiden. Und beide Lager, der Ortsrat und die Befürworter einer neu gestalteten Gedenkstätte auf dem Hagener Friedhof wie auch der „Freundeskreis für den Erhalt des Kriegerdenk- und Mahnmals“ haben in der Zwischenzeit deutlich mobilisiert und auch mittels Flugblättern um Zustimmung für ihr Vorhaben geworben.

Die entscheidenden Fragen auf dem Befragungsbogen sind laut Walter Schlieker, dem Leiter des Hauptamtes bei der Stadtverwaltung, wie folgt formuliert:

„Das Kriegerdenkmal soll in der bisherigen Form bestehen bleiben und saniert werden.“

„Das Kriegerdenkmal soll unter Verwendung der bisherigen Sandsteine, Schriftzüge und Namenstafeln der Gefallenen und Vermissten auf dem Friedhof neu erstellt werden.“

Entsprechende Befragungsbögen mit dem Hinweis auf eine mögliche Briefwahlbeteiligung seien bereits an alle 1140 Wahlberechtigte versandt worden. Bis zum gestrigen Donnerstag hatte sich laut Schlieker 92 Hagener als Briefwähler gemeldet und eintragen lassen. „Wir werden mit sieben Personen vor Ort das Verfahren durchführen und unmittelbar nach 17 Uhr mit Beendigung des Befragungsverfahrens die Auszählung beginnen und noch an dem Abend das Gesamtergebnis inklusive der Briefabgabe bekanntgeben,“ lässt Schlieker wissen und fügt hinzu: „Und da diese Auszählung öffentlich stattfindet, kann jede oder jeder Interessierte sich zeitnah und direkt über das Ergebnis informieren.“ Aber ganz egal, wie das ausfällt und wie groß die Wahlbeteiligung ist: Ortsbürgermeister Andreas Müller hat versichert, dass sich der Ortsrat an das Votum halte werde. „Natürlich wünsche ich mir, dass möglichst viele Hagener an der Meinungsumfrage teilnehmen, damit wir ein repräsentatives Ergebnis haben.“



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