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Ortsrat will Votum akzeptieren und muss nun über Ehrenmal entscheiden

Hagen sagt „Ja“ zum Erhalt des Denkmals

Hagen. Es ist der erste Adventssonntag, 17 Uhr. Bei Nieselregen haben sich nur wenige Einwohner des Ortsteils Hagen im Feuerwehrhaus eingefunden, dem Anschein nach Befürworter für den Erhalt des alten Denkmals. Soeben hat Hauptamtsleiter Walter Schlieker die Wahlurne zur Stimmabgabe über das Hagener Kriegerdenkmal geschlossen. Seit 9 Uhr bestand für 1140 Stimmberechtigte die Möglichkeit, sich für den Erhalt oder aber für eine Neugestaltung auf dem Friedhof auszusprechen. 92 von ihnen hatten schon vorab per Brief abgestimmt. Deren Stimmabgaben befinden sich nun ebenfalls in dem Wahlbehältnis und werden nun von Schlieker zusammen mit allen anderen Stimmzetteln zur Auswertung auf den Tisch geschüttet.

veröffentlicht am 02.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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Die Anspannung in den Gesichtern steigt zusehends. Gemurmel begleitet im Hintergrund die Handlungen am Auszähltisch. „Wie wird der Hagen entschieden haben,“ so steht die Frage überdeutlich im Raum. Aufmerksam sind die Augen auf den Stapel von Stimmzetteln gerichtet, die nun von den 6 anwesenden Wahlhelfern entfaltet und nach Abgabe des Stimmkreuzes sortiert werden. „Insgesamt 534 Berechtigte haben ihre Stimme abgegeben, dass sind 46,8 % aller zuvor Angeschriebenen,“ hat Walter Schlieker, Hauptamtsleiter und von der Stadt als Verantwortlicher für einen ordnungsgemäßen Ablauf entsandt, schnell festgestellt.

Ein Stapel nimmt deutlich zu, doch welcher ist es? Bereits nach kurzer Auszählprozedur kommt das Ergebnis: „138 entschieden sich für eine Friedhofslösung, für den Erhalt des alten Mahnmals stimmten 396,“ gibt Schlieker bekannt. Er löst bei den anwesenden Befürwortern Applaus und Jubel aus. Nun sei der Ortsrat gefragt, dieser müsse nun mit dem Meinungsvotum der Hagener Bürger umgehen und reagieren, ist als erste Einschätzung zu hören. Doch vom Ortsrat fehlen Mitglieder an diesem Abend. Es sei wohl dem zeitgleich stattfindenden Konzert in der Hagener Kirche zuzuordnen, dass auch recht wenige Hagener zur Auszählung erschienen seien. Allerdings können die Wahlhelfer bestätigen, dass auffällig viel junge Leute sich an der Befragung beteiligt hätten. „Das zeigt, dass unsere Jugend an der Dorfgemeinschaft Interesse hat,“ resümiert Harald Zühlke und fügt für den Freundeskreis hinzu: „Und an der Wiederherstellung der Dorfgemeinschaft werden wir arbeiten. Darüber haben wir in unserem Gremium schon gesprochen. An der Umsetzung der am alten Denkmal erforderlichen Arbeiten werden sich mit Sicherheit auch Hagener beteiligen, die in der Sache anderer Meinung waren.“ Nach der Auszählung sagte Andreas Müller als Ortsbürgermeister: „Damit haben wir nun ein Votum der Hagener, mit dem sich der Ortsrat in seiner nächsten Sitzung auseinander setzen wird. Und da wir bereits erklärt haben, dass wir die Entscheidung der Hagener anerkennen werden, wird es dann wohl schon um die weitere Vorgehensweise gehen.“

Der Organisator der Wahl Walter Schlieker (rechts) und ein

Wahlhelfer schütten zunächst alle Stimmzettel auf den Tisch, um sie anschließend je nach Ergebnis in zwei Stapel zu teilen.ti

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