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„Überwältigendes Bekenntnis“ der Schüler nach Vollversammlung /SPD kündigt Informationsveranstaltung an

Gymnasiasten wollen Stadt als Schulträger

Bad Pyrmont. Mit einer Vollversammlung haben sich Schüler des Humboldt-Gymnasiums in die Diskussion über die künftige Trägerschaft für ihre Schule eingeschaltet. Das Ergebnis einer anschließenden Abstimmung ist laut Barbara Conring, stellvertretende Direktorin der Schule, „ein überwältigendes Bekenntnis zur Stadt als Träger der Schule“, teilte sie am Dienstag mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

veröffentlicht am 21.10.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:21 Uhr

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Vergangene Woche hatte der Rat mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP/Bürgersinn die Stadtverwaltung beauftragt, Verhandlungen mit dem Landkreis zur Übertragung der Trägerschaft für das Humboldt-Gymnasium aufzunehmen. Deklariert ist der Antrag, den die SPD eingebracht hat, als Prüfauftrag.

„Die Schüler vermuten, dass auch ein neuer Träger keinen sofortigen Neubau gewährleisten kann, und haben Sorge, dass ein Hamelner Träger vielleicht nicht so ein großes Interesse an einem Pyrmonter Gymnasium habe und die Schule langfristig eventuell nicht gesichert ist“, berichtete Conring von der Versammlung, an der 850 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 10 und 18 Jahren teilgenommen hätten. Die Schülersprecher Johanna Joachim (Jahrgang 12) und Mitja Koch (Jahrgang 9) hätten der Versammlung die Vor- und Nachteile eines Wechsels der Schulträgerschaft vorgetragen. „Wir als Schule leisten so viel für die Stadt, wir schaffen so viele kulturelle und soziale Aktionen und bringen Leben in die Stadt. Wir wollen, dass sich die Stadt zu uns bekennt“, wird Johanna in einer Mitteilung der stellvertretenden Direktorin zitiert. Anschließend hätten die Schüler in den Klassen und Kursen über die Trägerschaft diskutiert und darüber abgestimmt, welche Trägerschaft sie bevorzugen könnten.

Das Ergebnis dieser Abstimmung gibt eine wesentliche Argumentation der CDU wieder, die sich vehement gegen eine Übertragung der Trägerschaft an den Landkreis wehrt, weil sie glaubt, dass die Stadt besser über die Zukunft der Schule entscheiden kann als Kreistagsabgeordnete, „die die hiesigen Verhältnisse nicht kennen“, wie es der Fraktionsvorsitzende Lars Diedrichs formuliert hatte, der zudem ein starkes Misstrauen gegenüber dem Kreis bekundete.

„Dieses Misstrauen verstehe ich nicht“, meinte gestern die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Heike Beckord und forderte: „Wir müssen raus aus der emotionalen Debatte.“ Sie kündigte eine öffentliche Informationsveranstaltung nach den Herbstferien gemeinsam mit dem Landkreis an, zu dem Eltern- und Schülervertretener und alle anderen Interessierten eingeladen werden sollen. „Wenn das Ergebnis unseres Prüfauftrages vorliegt, dann werden alle Vertreter selbstverständlich daran beteiligt“, versicherte sie. Geprüft werden sollen jetzt verschiedene Aspekte. Das reicht laut Beckord von den Vorstellungen des Landkreises und der Stadt über die Gebäudebewertungen bis hin zum Einsatz der Hausmeister. „Aber wichtig ist uns vor allem, dass Bad Pyrmont als vollwertiger Gymnasiumsstandort einschließlich der Sekundarstufe II erhalten bleibt“, betonte die SPD-Politikerin.uk

Die Schülersprecher Johanna Joachim und Mitja Koch erläutern der Vollversammlung die Situation.Schule



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