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IHK rät: Personalplanung und Stellenbesetzung strategisch angehen

Gut aufgestellt ins neue Jahr

Detmold. Wettbewerbsfähigkeit wird zu einem guten Teil über das Personal eines Unternehmens entschieden. Dies unterstrichen erfolgreiche Unternehmensvertreter aus Lippe bei der Veranstaltung „Strategische Personalplanung und -entwicklung“. Veranstaltet wurde das Expertentreffen vom Bildungswerk der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft e.V. (BOW) und der IHK Lippe zu Detmold (IHK Lippe).

veröffentlicht am 28.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:21 Uhr

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Kompetente, gut qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, die richtige Person am richtigen Platz – das ist der Wunsch aller Unternehmensleitungen. Die Absicherung dieses gut ausgewogenen Zustands und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sind durch einige Entwicklungen gefährdet: Vollbeschäftigung sowie Fach- und Führungskräftemangel, Alterung der Belegschaft und Nachwuchsmangel erfordern besondere Anstrengungen, um im Arbeitgeber-Wettbewerb zu punkten.

Der Wettbewerbsdruck durch Internationalisierung nimmt zu und fachliche sowie persönliche Anforderungen an Beschäftigte verändern sich. Da gutes Personal nicht wie bisher über den allgemeinen Arbeitsmarkt gefunden werden kann, gilt es, langfristig und umfassend zu denken und sich in Personalfragen strategisch aufzustellen. Wie ein international agierender Konzern wie die Jowat SE sich dem Thema widmet, zeigte Matthias Boberg, dort verantwortlicher Personalreferent. Einen hohen Stellenwert hat bei Jowat die berufliche Ausbildung mit entsprechenden Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Kooperationen mit den Hochschulen und Trainee-Programme bilden weitere Einstiegspforten in das Unternehmen. „Wir betrachten das deutsche Ausbildungssystem als Kaderschmiede und bauen Entwicklungspfade für die Mitarbeiter aus. Dabei haben wir auch unsere Unternehmen in Asien, der Schweiz und den USA mit im Blick“, so Boberg. Die Kompetenzentwicklung für die interkulturelle Kommunikation unterstützt Jowat unter anderem mit Auslandsaufenthalten.

Karl-Ernst Vathauer, Inhaber der MSF-Vathauer Antriebstechnik GmbH & Co. KG in Detmold, stellte vor, wie ein mittelständisches Unternehmen mit 23 Beschäftigten plus Auszubildenden sich der Herausforderung stellt, um seine Innovationsfähigkeit und Zukunftsorientierung im Personalbereich abzusichern. Auch für ihn bildet das duale Ausbildungssystem eine hervorragende Basis für gut qualifiziertes und kompetentes Personal. Vathauer: „Unsere Fachkräfte bilden wir am liebsten selbst aus. Damit sie bleiben und sich beruflich weiter entwickeln können, haben wir ein differenziertes Personalentwicklungsprogramm aufgestellt.“

Beide Unternehmen benötigen hoch spezialisierte und doch breit qualifizierte Mitarbeiter, die die Produkte, ihre Entwicklung und die Unternehmensphilosophie kennen. Die kann man nicht kurzfristig finden. „Diese Mitarbeiter müssen wir uns langfristig aufbauen“, waren sich die Referenten einig. Dazu brauche man auch Fingerspitzengefühl. Beiden ist wichtig, dass sich die Mitarbeiter mit dem Unternehmen und ihrem Arbeitsplatz identifizieren. Motivierte und zufriedene Mitarbeiter übernehmen gern Verantwortung. Die Personalstrategie setzt darauf, den Bedarf möglichst mit eigenen Mitarbeitern zu decken. Eine gut durchdachte Personalentwicklung, Personalbindungsinstrumente und ein angenehmes Firmenumfeld machen diese Personalpolitik möglich.



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