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Mini-Gala kommt beim Publikum an

Gut aufgelegtes Ensemble

BAD PYRMONT. Das Ensemble der „Johann Strauß-Gala“ bot ein sowohl optisch als auch musikalisch abwechslungsreiches Programm in Bad Pyrmont.

veröffentlicht am 13.01.2019 um 17:39 Uhr

Das Ensemble der „Johann Strauß-Gala“. foto: ar
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Groß angekündigt war die „Johann Strauß-Gala“ auf den ausgehängten Plakaten. Da sah man ein großes Orchester, ein mittelgroßes Ballett, und viele Besucher freuten sich auf einen rauschenden Ball-Nachmittag. Doch letztlich bestand das Orchester aus neun Musikern des Rundfunk Sinfonie Orchesters Prag, hier unter dem Namen „Gala Sinfonie Orchester Prag“, und seinem Leiter Wenzel Plasil. Auch das Ballett hatte mit vier Tänzerinnen und zwei Tänzern ein eher kleines Format. Doch dem Publikum im voll besetzten Konzerthaus gefiel es, vor allem, weil die eingängige Walzerseligkeit von Johann Strauß Vater und Sohn sowie Carl Zeller und Jacques Offenbach einfach bekannt ist und zum Mitsingen oder -klatschen animiert.

Bereits vor zwei Jahren hatte das Ensemble Bad Pyrmont mit demselben Programm besucht, und wie damals trugen die beiden Sopranistinnen Leanan de Montiel mit herausragender Stimme und Yannis Vavrille mit starker Präsenz und ebensolchem Stimmvolumen den Nachmittag. An ihrer Seite Mario Papian, der als Tenor mit den beiden Solistinnen sehr gut harmonierte.

Besonders Leanan de Montiel begeisterte das Publikum durch ihre Ausstrahlung und Nähe. Das „Schwipslied“ aus der Operette „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauß (Sohn) nutzte sie dazu, mit einer Sektflasche ins Publikum zu torkeln und mit diversen Herren koketten Körperkontakt zu suchen, was nicht nur unter diesen Herren für großes Hallo sorgte. Auch die Idee der beiden Tänzer, aus den Zuhörern verschiedene Damen zu einer Walzerrunde aufzufordern, zündete bei einigen Paaren den Turbo, sodass sich schließlich gleich mehrere im Walzertakt drehten. Zwischendurch begeisterte Wenzel Plasil die Zuhörer mit seiner Violine. In virtuosen Stücken wie „Le Canari“ brachte er seine Violine zum Zwitschern, Pfeifen und Jubilieren, sodass ihm ein Riesenbeifall mit Trampeln und Pfeifen sicher war. Zahlreiche Ohrwürmer, Schlager des 19. Jahrhunderts, wie etwa der „Kaiserwalzer“, „Brüderlein und Schwesterlein“ aus der „Fledermaus“, die „Barcarolle“ von Jacques Offenbach oder das „Zigeunerlied“ aus dem „Zigeunerbaron“ ließen die zweieinhalb Stunden Programm kurzweilig vergehen.

Am Ende des „Schwipsliedes“ geht Leanan de Montiel zu Boden. foto: ar
  • Am Ende des „Schwipsliedes“ geht Leanan de Montiel zu Boden. foto: ar
Yannis Vavrille mit starker Präsenz. Foto: ar
  • Yannis Vavrille mit starker Präsenz. Foto: ar

Für einen Augenschmaus sorgte das Tanzensemble, das immer wieder die Kostüme wechselte und so vom klassischen Ballettkleid oder clowneskem Outfit der Comedia del arte bis hin zum italienischen Folklorekostüm, passend zur „Tarantella“, ein großes Spektrum zeigte.

Schwung, solide musikalische Ausführung und optische sowie musikalische Abwechslung prägten den Nachmittag, sodass die Zuschauer sicherlich auch im nächsten Jahr wieder gerne zur kleinen „Johann Strauß-Gala“ kommen werden.



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