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Zertifizierung bestanden

Gütesiegel für die Stadtbibliothek

BAD PYRMONT. Mit einem Gütesiegel hat das Team der Stadtbibliothek unter Leitung von Birgit Jaskolla die Qualität seiner Arbeit bewiesen. Die Bibliothek hat sich erstmals einem Zertifizierungsaudit gestellt und darf sich für die kommenden drei Jahre mit dem Prädikat „Bibliothek mit Qualität und Siegel“ schmücken.

veröffentlicht am 06.11.2017 um 13:07 Uhr
aktualisiert am 06.11.2017 um 18:15 Uhr

Birgit Jaskolla und Bürgermeister Klaus Blome freuen sich über das Qualitätssiegel an der Tür der Stadtbibliothek. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die Landesregierung hat zusammen mit der kommunalen Büchereizentrale Niedersachsen dieses Qualitätssicherungs- und Zertifizierungsverfahren initiiert. Damit sollen die Bibliotheken bei ihrem systematischen Qualitätsverbesserungsprozess unterstützt werden. Die Pyrmonter Einrichtung ist erst die 36. von gut 1000 öffentlichen Bibliotheken in Niedersachsen, die diesen Schritt gegangen ist.

In einem fast fünfstündigen Untersuchungsverfahren musste Birgit Jaskolla nachweisen, dass die städtische Einrichtung die Anforderungen erfüllt. „Es wurden 50 Kriterien überprüft und nach einem festgelegten Bewertungsschlüssel beurteilt“, berichtet sie. Jeder Handgriff, jeder Arbeitsprozess musste dokumentiert und offengelegt werden. Zwei Jahre lang hat sie sich darauf vorbereitet. 98 Punkte gab es am Ende, 90 hätten es mindestens sein müssen.

Und was haben die Leser davon? „Sie können sich auf verlässliche Standards einstellen, die jede meiner Kolleginnen kennt“, erläutert Jaskolla. So sei zum Beispiel garantiert, dass der Kunde bei seiner ersten Anmeldung alle Informationen über das Angebot an Medien und weitere Leistungen erhalte. Sonderpunkte gab es im Audit für die Fülle von Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Mit 70 im Jahr hätte die Bibliothek ihr Soll schon erfüllt. 140 sind es, seit sie sich auf diese Zielgruppe konzentriert und ihr Profil danach ausrichtet. Für die Veranstaltungen, bei denen es um Vermittlung von Medien- und Lesekompetenz geht, gab es sogar Sonderpunkte. Und auch die Öffnungszeiten sind in Ordnung.

Keine Punkte gab es für die räumliche Größe der Einrichtung, die nach dem Bewertungsschlüssel größer sein müsste. Aber das lässt sich nicht so ohne Weiteres ändern. Knapp wurde das Ziel von 1,5 Medien je Einwohner verfehlt. Im Bestand bringt es die Bibliothek auf „nur“ 1,47 Medien. „Daran arbeiten wir, müssen aber darauf achten, diese Marke mit aktuellen Medien zu erreichen“, so Jaskolla. Um Kosten zu sparen, greift die Leiterin auch auf gebrauchte Bücher zurück.

Nicht in die Bewertung ist laut Jaskolla der immer noch fehlende barrierefreie Zugang eingeflossen, den eigentlich jedes öffentliche Gebäude haben sollte. Fest steht, dass die Zertifizierung in drei Jahren wiederholt wird. „Das schafft Strukturen und Sicherheit, auch wenn es viel Arbeit macht“, betont Jaskolla.

Bürgermeister Klaus Blome freute sich am Montag gemeinsam mit Fachbereichsleiter Tobias Honka über das Gütesiegel und sprach von einem tollen Erfolg und einer sehr guten Einrichtung, die bestehen bleiben sollte. In Zeiten, in denen jede freiwillige Aufgabe einer Kommune – und das ist eine Stadtbibliothek – auf den finanziellen Prüfstand gestellt wird, kann so ein Siegel nur helfen.

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