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Nacke (CDU) unterstellt Bürgermeisterin Informationsverweigerung / Roeder reagiert gelassen

Gruppe pocht auf Brücken-Gutachten

Bad Pyrmont (HW). Udo Nacke ist sauer auf Elke Christina Roeder. Der Sprecher der aus CDU, Bürgersinn und FDP bestehenden Mehrheitsgruppe im Pyrmonter Rat kreidet der Bürgermeisterin an, Kopien des Gutachtens über die statischen Verhältnisse der seit 19. März voll gesperrten Bad Freienwalder Brücke unter Verschluss zu halten. Der CDU-Politiker unterstellt der Sozialdemokratin, vorliegende Informationen nicht weiterzuleiten und bezeichnet das Agieren der Rathaus-Chefin als „Unding“. Nacke: „Wir werden noch prüfen lassen, inwieweit sie verpflichtet ist, Kopien des Gutachtens herauszugeben. Wir haben den Eindruck, dass nicht mit offenen Karten gespielt wird.“

veröffentlicht am 03.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 01:41 Uhr

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Konkret will die Gruppe wissen, was sich an der Brücke verändert hat, dass von einem Tag auf den anderen nicht einmal mehr Fußgänger das marode Bauwerk passieren dürfen. „Bis zur Vollsperrung konnten noch Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen die Brücke nutzen“, erinnert Nacke, der auch darauf verweist, dass während der letzten Sitzung des Bauausschusses den Fraktionen seitens der Verwaltung Kopien des Gutachtens versprochen worden seien. CDU, Bürgersinn und FDP haben daher im Vorfeld der nächsten Zusammenkunft dieses Gremiums beantragt, dass der zuständige Fach-Ingenieur, der das Gutachten erstellt hat, für den kommenden Dienstag, 8. Mai, zum Tagesordnungspunkt „Sanierung der Bad Freienwalder Brücke“ eingeladen wird, um über den Sachverhalt vorzutragen und für Fragen zur Verfügung zu stehen.

Für die Bürgermeisterin ist das Agieren der Gruppe nicht nachvollziehbar. „Der Antrag wäre entbehrlich gewesen“, erklärte die SPD-Politikerin gestern auf Anfrage, denn der Fach-Ingenieur werde da sein. Zwar sei sie bei der besagten Ausschusssitzung nicht dabei gewesen, Baudezernent Goretzki habe jedoch lediglich versprochen, dass die Verwaltung prüfen werde, ob das Gutachten dem Protokoll angehängt werden könne. „Das haben wir getan und wesentliche Teile angehängt. Es war jedoch nicht die Rede davon, dass Kopien einen Tag nach der Sitzung für die Fraktionen zur Verfügung stehen“, sagt Roeder und verweist dabei auf das niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz, das ein solches Handeln nicht zulasse.

„Es geht auch nicht darum, dass wir keine Informationen geben wollen. Aber die Brücke ist einsturzgefährdet und kann jeden Tag einfach so zusammenfallen. Deshalb darf sie auch kein Fußgänger mehr nutzen. Dieses Risiko können wir nicht eingehen“, betont die Bürgermeisterin. Zwischenzeitlich seien neue Gipsmarken gesetzt worden, „um zu gucken, ob die Brücke ihr Eigengewicht hält“, wie Roeder erklärt. Und sie fügt hinzu: „Bislang tut sie das. Und wenn das dauerhaft der Fall sein wird, geben wir die Brücke für Fußgänger und Radfahrer auch wieder frei.“ Die Ergebnisse allerdings müssten erst abgewartet werden.

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Einsturzgefährdet und deshalb für Autos, Zweiräder und Fußgänger gesperrt: die Bad Freienwalder Brücke an der Saline. Foto: jl


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