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Statt 6000 nur 4500 Euro Zuschuss

„Gruppe 17“ gibt Fürstentreff im Jubiläumsjahr einen Korb

BAD PYRMONT. Der Fürstentreff eV ist mit dem Antrag, 6000 Euro Zuschuss von der Stadt für sein diesjähriges Historienfest zu bekommen, im Kulturausschuss am Nein der Gruppe 17 gescheitert. Stattdessen muss sich der Verein mit 4500 Euro und der vagen Aussicht auf eine weitere Zuwendung zum Jahresende zufriedengeben.

veröffentlicht am 07.02.2018 um 12:25 Uhr
aktualisiert am 07.02.2018 um 17:15 Uhr

Mitglieder des Fürstentreffs promenieren im Jahr 2015 auf der Hauptallee, aus der der Verein in diesem Jahr aus Anlass des Doppeljubiläums eine „vergnügliche Hauptallee“ – so das Motto – machen will. Foto: ACM-Archiv
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Das Fest soll in diesem Jahr aus Anlass des 350-jährigen Jubiläums der Hauptallee und des 200-jährigen Jubiläums des Kurtheaters einen besonderen Charakter bekommen. Die Gruppe folgte mit ihrer Ablehnung des Antrags einer Empfehlung der Stadtverwaltung, die auf die schwierige Haushaltssituation hinweist. Die Vertreter von CDU und AfD befürworteten den Antrag des Fürstentreffs.

„Wir machen ein tolles Fest“, versprach die Vereinsvorsitzende Christiane Richter vor der Beratung, um die Entscheidung noch zugunsten des Vereins zu drehen, denn sie hatte geahnt, was passiert. Der Verein wirft sich bekanntlich mächtig ins Zeug, um den Fürstentreff, mit dem an den Pyrmonter Fürstensommer 1681 erinnert wird, als gekrönte Häupter aus ganz Europa in der Kurstadt weilten, zu einem besonderen Fest zu machen. Unter anderem sind ein großer Umzug mit Kutschen und Kapellen, ein Handwerkermarkt, das Fürstenfrühstück, Konzerte und Theaterstücke geplant. „Wenn wir die Hauptallee glänzen lassen wollen, dann brauchen wir dafür Geld“, sagte Richter und bezifferte die Kosten für das dreitägige Fest vom 29. Juni bis 1. Juli auf rund 17 000 Euro. Der Verein habe ohnehin Probleme, dieses Fest zu finanzieren, denn alle werde teurer. „Das Geld, das wir bekommen, geht komplett in die Ausstattung und die Arbeit wird ehrenamtlich erledigt“, betonte sie.

Doch die Linie der Stadtverwaltung ist klar: Haushaltsdisziplin und Haushaltssicherung. Kämmerer Eberhard Weber unterstricht zwar die Bedeutung des Engagements und bedankte sich beim Fürstentreff, doch es sei seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Stadt mit finanziellen Mitteln auskomme. Doch mehr als 4500 Euro seien nicht möglich, denn zum einen stünden insgesamt nur 5500 Euro für Veranstaltungen wie Theater und Kleinkunst zur Verfügung. Zum anderen habe der Rat eine Kürzung der freiwilligen Ausgaben um 25 000 Euro beschlossen und diesem Beschluss würde eine Erhöhung des Zuschusses für den Fürstentreff entgegenlaufen, denn bei der Förderung handele es sich um eine „klassische, völlig freiwillige“ Aufgabe, so Weber. „Es würde sich dabei auch nicht um eine einfache Aufstockung handeln, sondern wir müssten das Geld zusätzlich zur Verfügung stellen. Und das würde bedeuten, dass andere dran glauben müssten.“ Außerdem sei noch nicht klar, ob dem Verein dieses Jahr tatsächlich ein höheres Defizit entstehen werde.

Auch die Vertreter der Guppe 17 wiesen auf die Finanzen hin. „Das ist eine tolle Veranstaltung, aber wir sind nun einmal in der Haushaltssicherung“, machte Matthias Schlüter (SPD) klar. „Wir können den Verein doch damit nicht alleine lassen“, meinte dagegen Udo Nacke (CDU). „Die beiden Jubiläen sind eigentlich eine Aufgabe für Stadt und Staatsbad, denn die Veranstaltung hat eine deutliche Außenwirkung“, argumentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende, der vergeblich dafür plädierte, die vom Verein geforderten 6000 Euro zur Verfügung zu stellen und bei der Abstimmung lediglich die Unterstützung von Reiner Jäger (AfD) erhielt. Der Vorschlag, am Ende des Jahres nachzusehen, ob es aus nicht abgerufenen Geldern eine weitere Zuwendung geben könnte, helfe dem Verein jetzt nicht weiter, so Nacke.

Christiane Richter trug die mit vier zu drei Stimmen beschlossene Ablehnung mit Fassung. Sie will nun zunächst versuchen, mit einer Spendenaktion Geld in die Vereinskasse zu bekommen. Dafür sollen demnächst Spendendosen aufgestellt werden.



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