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Bislang kaum Veränderungen im Rahmen der Dorferneuerung in den Bergdörfern

Grundschule als Leuchtturmprojekt

BAARSEN. Wohin soll sich der Schulstandort Baarsen entwickeln, was kann den Standort attraktiver machen und somit auch den Schulort sichern, was lässt sich hierbei für Baarsen selbst, aber auch für die Dorfgemeinschaft aller Bergdörfer einrichten? Einige der Fragen, mit denen HansGeorg Koesling und Ingrid Decke vom ForumK aus Nienburg, das die Dorfentwicklungsmaßnahmen der Bergdörfer betreut, die versammelten 25 Teilnehmer konfrontierten.

veröffentlicht am 28.11.2018 um 18:22 Uhr

In dieses schicke Schulgebäude in Baarsen sollen weitere Angebote integriert werden. foto: ti
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Klaus Titze Reporter
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Dabei war gefordert, anhand von Karten Wünsche, Bedarfe und Ideen niederzuschreiben, die einem einfach so in den Kopf kommen. Hernach sollten diese Notizen besprochen werden. Doch dazu kam es nicht sogleich, war doch zunächst eine gewisse Skepsis zu überwinden. Diese begründete sich auf die Mutmaßung, dass eine über den Schulbetrieb hinausgehende Nutzung des Gebäudes schließlich das Lernen verdrängen und so eher den Standort als Schule für die gesamte Dorfgemeinschaft der Hochebene gefährde.

So waren Thomas Goretzki und Bürgermeister Klaus Blome gefordert, die Gemüter zu beruhigen und zu verdeutlichen, dass es absolut im Sinne der Stadt sei, den Schulstandort in jedem Fall behalten zu wollen. Letzte Zweifel, ob denn überhaupt Platz für andere Nutzungen in dem Komplex zur Verfügung stehe, zerstoben dann im Rahmen einer gemeinsamen Gebäudebesichtigung. Zumindest hatte es den Anschein, dass man nun doch davon überzeugt worden sei, andere Nutzungen zusätzlich zu dem Lernbetrieb unterbringen zu können, denn nun nahmen sich die Teilnehmer bereitwillig Karten in die Hand und beschrifteten diese mit ihren Ideen und Vorstellungen.

In einer Mehrfachnennung tauchte der Wunsch auf, medizinische Betreuung beispielsweise in Form einer ärztlichen Versorgung, einer „Dorfschwester“ oder aber auch mit Erste-Hilfe-Kursen in dem Haus anzubieten. Ebenso mehrfach genannt schien Bedarf an Allgemeinbildung zu sein, indem möglicherweise die Kreisvolkshochschule Kurse für die Bewohner der Bergdörfer anbieten könnte. Weiterhin tauchten Begriffe wie DHL-Service, Bücher-Austauschbörse, soziale Beratungsangebote oder auch Dorfkino auf, um einige aus dem Katalog zu nennen. Interessant auch die Idee, in der Schule Wissen zwischen Jung und Alt austauschen zu lassen, zum Beispiel Computer und Smartphone für Ältere und Handwerk für Jüngere, sodass man voneinander profitiert.

Wie geht es weiter mit dem Dorferneuerungsprojekt der Bergdörfer? foto: ti
  • Wie geht es weiter mit dem Dorferneuerungsprojekt der Bergdörfer? foto: ti

Es scheint sich demnach etwas für die Grundschule Baarsen zu entwickeln, woran alle Dörfer partizipieren können. Anders hingegen scheinen bereits in diversen Besprechungen und Besichtigungen herausgearbeitete Maßnahmen zur jeweiligen Dorfentwicklung kaum voranzukommen. So sind einige Vorschläge über dieses Vorstadium noch nicht hinausgelangt. Dazu gehören beispielhaft Gestaltungsideen für Dorfeingänge in Kleinenberg oder Eichenborn, ein Wasserspielplatz an der Schutzhütte in Neersen, der Glockenturm auf dem Friedhof in Großenberg oder der Dorfmittelpunkt in Kleinenberg.

„Wir müssen schauen, dass wir bei der Umsetzung vorankommen und bald etwas Vorzeigbares vorweisen können, denn wir werden schon in unseren Dörfern gefragt, was wir denn eigentlich machen würden, weil nichts zu sehen sei“, so selbstkritisch Dirk Wöltje, Ortsvorsteher von Großenberg. All diese beschriebenen Vorhaben müssten nun bis zum September 2019 in überzeugende Anträge geschrieben werden, damit sie ab dem 15. September in die Bewertung und dann erst in die Förderung gehen, beschreibt Koesling die weitere Vorgehensweise.

Aktuell befinde sich pro Dorf der Austausch der Straßenbeleuchtung mit LED-Leuchtköpfen in der Bewertungsphase, so Goretzki, nachdem die Anträge hierfür vor dem Stichtag 15. September 2018 eingereicht worden seien. Ab Frühjahr könne mit der Umsetzung begonnen werden, sobald der Anerkennungsbescheid vorliege. In einer weiteren Abstimmung mit dem kreisweiten Anbieter des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) befände sich, so stellten es gemeinschaftlich Blome, Goretzki und Koesling vor, die Einrichtung eines „Rufbusses“. Dem werde Vorrang vor einem Bürgerbus eingeräumt, da sämtliche Bereitstellung von Fahrzeugen, Personal und Fahrorganisation vom Träger des ÖPNV geleistet werde. Für die Stadt und die Planer der Dorferneuerung bliebe schlussendlich nur das Ermitteln der Bedarfe, also wann und wo Haltestellen angefahren werden sollen. Dies müsse ebenfalls in Kürze abgearbeitet werden, so Goretzki.



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