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Fraktion: Erhalt stadtbildprägender Baumsubstanz unverzichtbar

Grüne wollen Baumschutz bis 2016

Bad Pyrmont. Noch in dieser Wahlperiode des Pyrmonter Rates, die im Herbst 2016 endet, will die Fraktion der Grünen versuchen, eine Baumschutzsatzung für das Gebiet der Stadt Bad Pyrmont zu verabschieden. Das hat der Fraktionsvorsitzende Klaus Muchow anlässlich einer Mitgliederversammlung des Grünen-Ortsverbandes mitgeteilt.

veröffentlicht am 17.02.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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„Das kürzliche Abhacken einer über 100 Jahre alten Kastanie vor dem Hagener Hof hat uns in unserem Anliegen bestätigt“, betonte er. Der entsprechende Antrag an Bürgermeisterin Elke Christina Roeder (SPD), das Thema zur im Bau- und Umweltausschuss zu beraten, stammt schon vom 15. Oktober vergangenen Jahres.

Im vergangenen Jahr hatte eine ganze Reihe von Baumfällungen viele Pyrmonter aufgeschreckt. Muchow hatte am 30. September gegenüber den Pyrmonter Nachrichten von einer geballten Zahl von Anrufern berichtet, die ihm solche Fälle schilderten. Wie jetzt bekannt wurde, nahmen die Grünen dies zwei Wochen später zum Anlass für ihren Antrag, machten das aber nicht öffentlich. „Die Stadt Bad Pyrmont sollte, insbesondere als Kurort, nicht auf den Schutz ihrer stadtbildprägenden Baumsubstanz verzichten. Eine steigende Anzahl an Bürgerinnen und Bürgern erwartet von der Stadt mehr Kontrolle und Einfluss für die Erhaltung von Laubbäumen“, heißt es darin wörtlich. Und weiter: „In der Ausschusssitzung soll eine Diskussion über Vor- und Nachteile einer solchen Satzung geführt werden. Die Verwaltung wird gebeten, den entsprechenden Aufwand in Bezug auf die Erstellung und Kontrolle einer solchen Satzung zu benennen. Dies versteht sich unter Einbeziehung unter anderem des Stadtforsts und des Staatsbades.“

„Das wollen wir aber zunächst in nicht öffentlicher Sitzung beraten, damit nicht überall im Stadtgebiet damit angefangen wird, die Bäume niederzusägen“, sagte Muchow in der Mitgliederversammlung. Ob diese Befürchtung zutrifft, ist fraglich. Zumindest die Stadt Bad Münder hat diese Erfahrung seinerzeit nicht gemacht. Und genau an deren Satzung zum Schutz von Bäumen und Hecken“ hat sich die Grünen-Fraktion ein Beispiel genommen und der Stadtverwaltung ein Exemplar „als Anregung“ zukommen lassen. Die lässt sich mit der Behandlung des Themas offensichtlich Zeit und hat – jedenfalls laut Muchow – offenbar auch einige Vorbehalte, eine Baumschutzsatzung auf den Weg zu bringen. Bislang kann jeder Grundeigentümer über seine Bäume frei entscheiden. Ausnahmen gelten lediglich für Bäume, die als Naturdenkmäler besonders geschützt sind.

Laut Stadtverwaltung soll das Thema in der nächsten oder übernächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses beraten werden. Die Beratung bedürfe einer gründlichen Vorbereitung, hieß es. Unklar ist, ob das Thema wirklich zunächst hiner verschlossenen Türen beraten wird. „Eigentlich gibt es dafür keinen Anlass“, so Bürgermeisterin Roeder. Die anderen Ratsfraktionen hatten – trotz einiger Vorbehalte – grundsätzlich Gesprächsbereitschaft signalisiert. Ausdrückliche Zustimmung kam aus den Reihen von Bürgersinn/FDP.



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