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Für die Öko-Partei kandidieren in Bad Pyrmont in der Mehrzahl Frauen

„Grüne Themen gibt es genug

Bad Pyrmont. „Nun gut, der Ortsverband der Bad Pyrmonter Grünen gehört mit seinen 14 Mitgliedern nicht unbedingt zu den personalstärksten“, räumt die Vorsitzende Ute Michel ein. „Dafür haben wir allerdings fast 50 Prozent, die sich aktiv in die Kommunalpolitik einbringen und auf der Kandidatenliste erscheinen.“ Es sind überwiegend Frauen, die sich für die Grünen in den Stadtrat wählen lassen wollen. Michel selbst hat „anhand eines Flyers des Landkreises bemerkt, dass sich dort nur Männer in der Funktion des Bürgermeisters zu Wort melden“. Deshalb freue es sie, „dass wir mit einem höheren Frauenanteil für die kommunale politische Ausrichtung gegensteuern“, sagt Michel, als sie sich als Kandidatin für den ersten Listenplatz vorstellt. In Bad Pyrmont geboren, zog es sie nach dem Abitur ins Ausland. Seit drei Jahren ist sie wieder in Bad Pyrmont; 2014 übernahm sie den Vorsitz im Ortsverband der Grünen. „Ein Schwerpunkt meines sozialpolitischen Engagements im Bad Pyrmonter Rat wird die Bildungs- und Schulpolitik sein“, kündigt die Lokalpolitikerin an. Über die gleichberechtigte Teilhabe an Bildung werde die Grundlage für die spätere Teilhabe in der Gesellschaft geschaffen. Mit Ute Michel steht erstmals seit langem wieder eine Frau an der Listenspitze der Pyrmonter Grünen. Damit kann Klaus Muchow, der bisherige Spitzenkandidat, sehr gut leben. „Ich war zehn Jahre Einzelkandidat im Rat und weiß Teamarbeit zu schätzen“, sagt er. Gerade diese Teamarbeit habe er in der vergangenen Wahlperiode mit seinen Fraktionskollegen und auch mit Michel in der Vorstandsspitze erleben und genießen können.

veröffentlicht am 21.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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„Ich bin mir sicher, dass es schwer werden wird, die Grünen wieder mit drei gewählten Vertretern in den neuen Rat zu bekommen, denn nach meiner Feststellung dürften mindestens acht Gruppierungen um entsprechende Sitze ringen“, lautet Muchows Prognose. Doch dürfte der auf 32 Ratsmitglieder schrumpfende Stadtrat sicherlich bunter werden. Mit mindestens zwei Vertretern werde man den wichtigen Fraktionsstatus behalten, grüne Themen gebe es für diese Stadt jedenfalls genug. Muchow plädiert dafür, mit allen in den Rat Gewählten – außer mit AfD-Vertretern – zu sprechen und themenbezogen Allianzen zu finden.

Mit Gloria Heinke, einer 20-jährigen Neustarterin im politischen Geschäft, platzieren die Ortsverbandsmitglieder eine junge Frau auf den dritten Listenplatz. Sie soll den Elan des ausscheidenden Fabian Sieland ersetzen, der berufsbedingt nach Hannover zieht. Heinke ist aktuell noch stellvertretende Vorsitzende des Jugendparlaments. Sie möchte insbesondere etwas für ihre Altersgruppe in dieser Stadt bewegen.

Als Parteilose hat Leonie Glahn-Ejikeme für die Grünen bereits Erfahrungen im Rat gesammelt; sie könnte gerade den Neueinsteigern im Team der Grünen hilfreich zur Seite stehen. Nach ihr ist mit Antje Schmidt ein Neuling in die Liste aufgenommen worden. Die Floristmeisterin ist nach Aussagen von Parteifreunden als Frontfrau der Band Solaris eine Power-Frau. Den ruhigen Kontrast zu ihr würde der als zweiter männlicher Kandidat benannte Werner Krause bilden. Der seit 20 Jahren in Bad Pyrmont lebende Sauerländer vervollständigt somit die aus sechs Kandidaten bestehende Liste der heimischen Grünen, mit denen sich der Ortsverband nun in den Wahlkampf stürzen möchte.



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