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Eva Krampen färbt mit Natur

Grün aus dem Garten für die Ostereier

BAD PYRMONT. Wenn Eva Krampen ihre alten Strumpfhosen aussortiert, wirft sie diese nicht weg, sondern schneidet sie in kleine Stücke und hebt sie auf. Das nächste Osterfest kommt bestimmt – und dann spielt die ehemalige Beinbekleidung eine neue Rolle beim Eierfärben mit Naturmaterial.

veröffentlicht am 12.04.2017 um 21:27 Uhr

Ostern kann kommen. Fotos: hei
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Autor

Karin Heininger Reporterin
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Die Holzhäuserin geht zunächst in ihren schönen Garten und sammelt Blätter. Sie pflückt das Grün von Lerchensporn, Akelei, Waldanemone und Lupinen, hält das frische Grün auf ein (rohes) Ei und umwickelt beides ganz fest, aber vorsichtig mit einem Stück der Strumpfhose. Das Ende wird mit einem Band befestigt. Die Eier kommen dann in einen vorbereiteten Topf, in dem ein Sud von Gelbwurzel, Zwiebeln, roter Bete oder anderen natürlichen Materialien brodelt. Langsam nimmt das Produkt die Farbe an, wird braun, gelb oder weinrot. Löst man das Stück Stoff von dem hart gekochten Ei, kommen wunderschöne Muster zutage. Schnell noch etwas Glanz mit einem Stückchen zerriebener Butter – fertig sind die kleinen Kunstwerke. „Ich färbe die Eier schon immer so, niemals mit gekauften Farben. Manchmal nehme ich auch Blütenblätter, zum Beispiel von Stiefmütterchen, das sieht auch sehr schön aus“, erzählt Eva Krampen. Sie erfreut nicht nur ihren Mann und die beiden Söhne samt mitgebrachter Gäste zu Ostern auf diese Art. Als Tanzlehrerin bei der Rheumaliga und im Seniorentanzkreis der Stadtkirche überraschte sie vor wenigen Tagen auch die Teilnehmerinnen dort mit den speziell gefärbten Eiern, von denen jede eins geschenkt bekam. „Der besondere Gag dabei war, dass wir gerade den Tanz ,Tennessee wig walk’ einstudieren, bei dem es um das Scharren und Picken der Hühner geht. Da kamen die mitgebrachten Eier gerade recht“, erzählt sie schmunzelnd.

Eigentlich bevorzugt die Pyrmonterin weiße Eier zum Färben, weil dann die Farben leuchtender und klarer werden. Dieses Mal hat sie vom Bauern ihres Vertrauens hellgrüne Eier einer bestimmten Hühnerrasse bekommen; die Blätter glänzen nun mit einem leicht grünlichen Schimmer. „Dieses Färben mit Natur gibt ein gutes Gefühl, macht sehr viel Spaß und ist gar nicht so ein großer Zeitaufwand“, freut sich Eva Krampen über das Ergebnis.

In einem Sud aus Naturfarben kocht Eva Krampen die umwickelten Eier so lange, bis sie die gewünschte Farbe und Härte haben.
  • In einem Sud aus Naturfarben kocht Eva Krampen die umwickelten Eier so lange, bis sie die gewünschte Farbe und Härte haben.
Mit Blättern aus dem Garten lassen sich schöne Muster zaubern.
  • Mit Blättern aus dem Garten lassen sich schöne Muster zaubern.

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