weather-image
13°

Seit 34 Jahren ist die DAK-Fachklinik auf die Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen spezialisiert

Großer Bahnhof für die 100 000. Patientin

Bad Pyrmont (khr). Als architektonisches Highlight gilt die DAK-Fachklinik am Vogelreichsweg nicht gerade. Ein nüchterner Zweckbau, der nach dreijähriger Bauzeit 1976 fertiggestellt wurde. In medizinischer Hinsicht nimmt die Klinik jedoch eine hervorragende Stellung ein: „Schon seit Jahren gehören wir zu den besten Rehabilitationskliniken in Deutschland, wenn es um Gefäßerkrankungen samt Folgeerkrankungen geht“, sagt Dr. Frank Bruns.

veröffentlicht am 25.10.2010 um 18:48 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 00:41 Uhr

Hildegard Brand vom Verwaltungsrat, Geschäftsführer Hans-Joachim
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Gestern hatte der ärztliche Leiter der Klinik allerdings keinen ganz normalen Arbeitstag, sondern einen Grund zum Feiern: Mit einem Empfang beging die Klinikspitze das Eintreffen der 100 000. Patientin.

Jutta Weichert, die 50 Jahre alte Bauzeichnerin aus Bad Berleburg, hatte sich den Beginn ihrer Kur allerdings deutlich weniger Aufsehen erregend vorgestellt, als sie die Zusage ihrer Krankenkasse für die Klinik in Bad Pyrmont erhielt. Denn nicht nur der ärztliche Leiter waren erschienen, sondern auch Klinik-Geschäftsführer Hans-Joachim Spieker, Bürgermeisterin Elke Christina Roeder, Hildegard Brand als Mitglied des Verwaltungsrates der DAK sowie weitere Vertreter des medizinischen Personals und aus der Verwaltung.

Bürgermeisterin Roeder hob in ihrer kurzen Begrüßung die besondere Bedeutung der Klinik als Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor für die Stadt und die Region hervor. 110 Mitarbeiter kümmern sich hier jeden Tag um rund 190 Patienten. Der Patientin Jutta Weichert wünschte sie nicht nur einen guten Kurerfolg, sondern empfahl ihr die Stadt auch als lohnendes touristisches Ziel.

In schmuckloser Klotz mit reichem Innenleben: die DAK- Fachklinik am Vogelreichsweg.

Die Flasche „Pyrmonter Sekt“, die sie als altbewährtes Kreislaufmittel überreichte, wurde von den anwesenden Medizinern mit einem nachsichtigen Lächeln quittiert. Denn Dr. Bruns verwies nicht ohne Grund auf die Tatsache, dass es häufig gerade die Lebensgewohnheiten sind, die zu Gefäßerkrankungen samt Folgeerkrankungen führen. Stress, zu wenig Bewegung, falsche Ernährung und zu viel Alkohol machen die Herz-Kreislauferkrankungen mit einem Anteil von 15 Prozent an den Todesfällen zum Killer Nummer Eins in Deutschland. „Großen Wert legen wir auf eine alltagsnahe Beratung“, erklärt Bruns. „Dazu gehören zum Beispiel Gespräche mit Psychologen, Stressbewältigungsseminare, Ernährungsberatung und zahlreiche Sportmöglichkeiten.“ Der Klinikaufenthalt solle nachhaltig wirken und auf einen langfristigen Heilerfolg zielen, betont der Mediziner.

Das Motto der Klinik sieht er in der alten chinesischen Weisheit repräsentiert: „Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt. Lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.“

Sein Spezialistenteam aus Kardiologen, Psychologen, Physiotherapeuten und Diätassistenten betreut den Patienten deshalb so, dass er möglichst viel davon in seinen späteren Alltag mitnimmt. Der Test auf dem Ergometer sowohl am Beginn als auch am Ende der Behandlung soll jedem Patienten deutlich machen, dass er mit viel Bewegung und vernünftiger Ernährung auch viel erreichen kann.

Hildegard Brand arbeitete 24 Jahre als Röntgenassistentin in der DAK-Fachklinik und sitzt heute im Verwaltungsrat der DAK. Freimütig bekennt sie, dass sie mit ihrem Herzen nach wie vor an der Pyrmonter Klinik hänge und dass sie in ihrer Funktion weiterhin für die Belange der Klinik kämpfen werde. Die DAK betreibe in Deutschland nur drei Kliniken in eigener Regie und Pyrmont nehme eine wichtige Position ein. Das habe man mit den Investitionen der letzten Jahre in die Modernisierung der Innenausstattung bewiesen. Man sei stolz darauf, dass die Klinik in vielen Bereichen hotelähnlichen Charakter habe. Als nächste größere Investition steht die Renovierung des Speisesaales an.

Die Gesundheitspolitik hat dazu geführt, dass sich die Klinik von der Prävention auf die Akut-Rehabilitation nach Operationen und die stationären Heilverfahren habe umstellen müssen. Damit hat sich auch das Durchschnittsalter der Patienten deutlich erhöht.

Zwei Drittel der rund 3000 Patienten im Jahr sind Frauen. Die Fachklinik setzt auf die neuesten wissenschaftlichen Leitlinien, moderne Medizintechnik und schonende Untersuchungsmethoden und habe die dazu notwendigen Umstellungen gut bewältigt, meint dazu der ärztliche Leiter Dr. Bruns.

Mit einem Auslastungsgrad von über 90 Prozent stehe man auch wirtschaftlich ganz gut da, freut sich Verwaltungsleiter Spieker, der erst im Juli seine Aufgabe in Bad Pyrmont übernahm.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt